Erstellt am 15. August 2012, 00:00

EU-Geld soll Josefinum retten. BILDUNG / Ein Teil des Gebäudes der Hauptschule Eberau bedarf einer Renovierung, das Geld dafür ist aber nicht vorhaben. Jetzt sollen EU-Gelder helfen.

VON SARAH BAUMGARTNER
EBERAU / Die private Hauptschule Josefinum stellt derzeit wieder eine große Herausforderung für die Verantwortlichen dar. Aber nicht, weil sich zu wenig Schüler angemeldet haben, sondern weil das Gebäude bereits seit einigen Jahren sanierungsbedürftig ist. Eberaus Ortschef Walter Strobl, der im Herbst nicht mehr zur Wahl als Bürgermeister antritt, erklärt: „Der laufende Betrieb ist zwar gesichert, aber wir wissen nicht, wie der Umbau finanziert werden soll.“ Dass eine Sanierung notwendig ist, ist klar. Betroffen ist der alte Trakt, der 1954 seiner Bestimmung als Hauptschule übergeben wurde. Die Kosten schätzt Strobl auf rund eine Million Euro. Sanierungspläne gibt es bereits, aber wie diese umgesetzt werden sollen, ist noch fraglich.

Auch die Unterbringung der Schüler während der Bauarbeiten stellt eine besondere Herausforderung dar. Strobl könnte sich vorstellen, die Arbeiten in den Sommermonaten durchzuführen, während die Schüler Ferien haben. Verantwortlich für die Erhaltung des Schulgebäudes – also auch für die Sanierung – ist der Trägerverein Josefinum, das Gebäude steht zwar im Eigentum der Gemeinde, ist aber in Verwendung des Josefinums. Auch wenn die Gemeinden, aus denen Schüler die Privatschule besuchen, 1.500 Euro pro Kind bezahlen, hat der Verein selbst nicht genügend Geld, die Renovierung zu übernehmen.  Die ungarischen Gemeinden bezahlen keine Beiträge.

EU-Projekt soll Sanierung  erst möglich machen

Laut Strobl, der auch noch nach der Wahl als Vertragsbediensteter im Gemeindeamt tätig sein wird, erklärt die Pläne des Vereins: „Wir möchten versuchen ein grenzüberschreitendes EU-Projekt auf die Beine zu stellen.“ Auch im Hinblick darauf, dass viele Kinder aus Ungarn die Privatschule besuchen. Bereits in den kommenden Monaten will man eine Lösung beziehungsweise ein Projekt auf die Beine gestellt haben. Förderungen von Land und Bund kann sich der Trägerverein aber nicht erhoffen. Ein Teil des Gebäudes, in dem die Volksschule untergebracht ist, wurde erst im Jahr 2003 um 500.000 Euro renoviert.

Im kommenden Schuljahr wird es voraussichtlich sechs Klassen geben, rund 90 Schüler sind angemeldet, wobei ein Großteil aus Ungarn kommt.