Erstellt am 19. Januar 2011, 00:00

Fachschule muss weiter warten. BILDUNG / Erst eine Studie soll aufzeigen, wie es mit der Landwirtschaftlichen Fachschule Güssing weitergehen soll. Der Stall wird inzwischen nur notdürftig repariert.

VON SARAH WAGNER
GÜSSING / Vergangene Woche fand ein Gespräch zwischen Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl, Landesrat Werner Falb-Meixner und Franz Jandrisits, Direktor der Landwirtschaftlichen Fachschule, über die Zukunft der Schule in Güssing statt. Für den Direktor verlief das Gespräch unbefriedigend: „Die burgenländische Politik muss endlich wissen, was sie von den Landwirtschaftlichen Fachschule will und die Ressourcen zur Verfügung stellen.“ Von Landesrat Falb-Meixner wurde eine Studie in Auftrag gegeben, die bis Ende des Schuljahres, also Ende Juni, Ergebnisse bringen soll, wie es mit den Landwirtschaftlichen Fachschulen im Burgenland weitergehen soll:

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„Ein unabhängiges Institut, das auch die steirischen Fachschulen evaluiert hat, wurde gemäß Regierungsübereinkommen beauftragt, die Fachschulen im Burgenland zu evaulieren und beispielsweise die Stärken und Schwächen aufzuzeigen.“ Erst dann sollen Veränderungen und Umstrukturierungen in den Schulen in Eisenstadt, Güssing und Neusiedl am See festgelegt werden. Sogar einen neuen und dritten Zweig in Güssing schließt Jandrisits nicht aus: „Die Zeit ist reif, wir stehen vor Veränderungen, eine Weichenstellung für die Zukunft muss her. Ich hoffe, dass, wenn die Evaluierung auf den Tisch liegt, es auch ein Investitionsprogramm gibt.“

„Wichtig in dem Gespräch war, dass sich auch Landeshauptmannstellvertreter Steindl ein Bild von der Situation in der Schule in Güssing gemacht hat“, betont Falb-Meixner.

Der baufällige Stall (die BVZ berichtete) war nicht Thema des Gesprächs. Er erfüllt nicht mehr die Voraussetzungen. Bereits seit fünf Jahren liegt ein Plan für den Umbau der Stallungen vor. Falb-Meixner dazu: „Die Belig (Beteiligungs- und Liegenschafts GmbH) wurde bereits beauftragt, dringend notwendige Arbeiten durchzuführen, sodass kein Sicherheitsrisiko besteht. Die Kosten werden aus dem laufenden Budget finanziert.“