Erstellt am 04. April 2012, 00:00

Fehlende Gemeinderäte sorgen für Aufregung. ABWESENHEIT / Bei der Gemeinderatssitzung in Kukmirn fehlten einige Gemeinderäte. Einige vermuten eine „Verschwörung“.

VON SARAH BAUMGARTNER
KUKMIRN / Als „kurios“ bezeichnet der anonyme Verfasser eines Briefes (Name der Redaktion bekannt) die vergangene Gemeinderatssitzung am Freitag, dem 30. März, in Kukmirn. Auf der umfangreichen Tagesordnung stand unter anderem auch der Rechnungsabschluss, der auch beschlossen wurde. Und das, obwohl einige der Gemeinderäte nicht anwesend waren.

Der Limbacher Ortsvorsteher Willibald Fandl war wegen eines Auslandsaufenthalts bereits im Vorfeld entschuldigt. „Ungut“ erschien jedoch die telefonische Entschuldigung des Gemeindevorstandes Edwin Kroboth „fünf Minuten vor Sitzungsbeginn“, wie es im Brief heißt: „Er hat telefonisch mitgeteilt, dass er und die Kollegen Schober und Freismuth (alle VP-Fraktion) keine Zeit hätten, um zur Sitzung zu kommen. Unmittelbar vor der Sitzung hat sich auch Vizebürgermeister Franz Wagner (SPÖ) aus gesundheitlichen Gründen ‚krank‘ gemeldet.“

Laut dem Verfasser war es für alle Gemeinderäte augenscheinlich, „dass just alle, die immer für eine Gemeindetrennung massiv eingetreten waren, plötzlich keine Zeit hatten oder krank waren. Es stellt sich die Frage, ob die ‚Fehlenden’ mit dem derzeitigen Gemeinderat schon abgeschlossen haben?“ Sogar von „im Stich lassen der vermeintlichen Anhänger der Trennung“ schreibt der Verfasser. Die Beschlussfähigkeit war trotzdem gegeben.

Rainer Freismuth, Befürworter der Trennung Limbachs von Kukmirn, sieht die Vorwürfe sehr gelassen: „Wir hatten alle private Angelegenheiten und konnten darum nicht zur Sitzung kommen. Das hat überhaupt nichts mit der Trennung zu tun.“