Erstellt am 01. Mai 2013, 00:00

Finnen buhlen um zwei Hotels. Vertrag vor Abschluss / Eine finnische Hotelgruppe will das insolvente Life Resort und den ehemaligen Gasthof Raffel kaufen. Gemeinde rechnet mit baldigem Kauf des KUZ.

Von Carina Ganster

JENNERSDORF / Paukenschlag hat es bei der vergangenen Gemeinderatssitzung keinen gegeben. Die Unterzeichnung des Vertrages für den Ankauf des Kulturzentrums ist ausgeblieben – mehr als überraschend. Möglicherweise aus einem mehr als guten Grund. Einige Tage vor der Sitzung am vergangenen Mittwoch wurde nämlich bekannt, dass eine finnische Hotelgruppe, deren Name als gut gehütetes Geheimnis gilt, sich für den Gasthof Raffel, das Seminarhotel und das insolvente Life Resort – das größte Hotel der Stadt – interessiert. „Ein großer Fisch“, wie Ortschef Willi Thomas bei der Sitzung meinte.

Finnische Hotelgruppe besichtige Gebäude 

Eine Besichtigung der Vertreter der Hotelgruppe der beiden Gebäuden hat es bereits gegeben. Der Vertragsabschluss dürfte kurz bevor stehen.

„Diese finnische Hotelgruppe hat sich vor einigen Wochen an den Verlassenschaftskurator Werner Dax gewandt und ein lukratives Angebot vorgelegt. Sie sind am Life Resort interessiert und wollen auch das Seminarhotel Raffel führen. Auch der Gasthof soll, im Falle einer Übernahme durch diese Hotelgruppe, wiedereröffnet werden“, erklärt Thomas im Rahmen der Sitzung.

Am Kulturzentrum Jennersdorf ist die finnische Hotelgruppe nicht interessiert. „In einem sehr guten Gespräch mit Werner Dax haben wir erfahren, dass der Gemeinde in der Causa KUZ-Kauf keine Steine in den Weg gelegt werden sollen. Innerhalb des nächsten Monats könnte der Vertrag endlich unterzeichnet werden“, meint Thomas, der die nächste Gemeinderatssitzung für 23. Mai geplant hat. Entscheidungsgewalt beim Verkauf des Seminarhotels und des Kulturzentrums haben die Erste Bank, die Familie Kampel und die Erste Bank, als größter Gläubiger. Wie viel die Gemeinde letztendlich für den Erwerb des Kulturzentrums bezahlt, steht nicht fest. „Das ist eine finanztechnische Rechnung. Wir müssen den Schuldennachlass, den einst Ernst Kampel-Kettner bekommen hat, in den Kaufpreis hineinkompensieren“, meint der Ortschef.