Erstellt am 30. November 2010, 14:28

Flüchtiger Häftling aus Deutschland in Jennersdorf gefasst. Bei Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Drogendealer ist Polizisten im Burgenland ein flüchtiger Häftling aus Deutschland ins Netz gegangen.

Handschellen , 8 er , PR - Team Euro 08 Niederösterreich , Polizei , Polizisten Sicherheitsorgane trainieren für die Euro08 , Traiskirchen 14.05.2008 © Foto: Franz Baldauf, Tel.: +43 676 92 47 610, E-Mail: studio@fotobaldauf.at, www.bilder.services.at, Bank: WN-Sparkasse, Blz: 20267, Kto.Nr.: 02000007712, UID: ATU 20 46 58 05  |  NOEN
Beamte stießen bei einer Hausdurchsuchung in Windisch-Minihof (Bezirk Jennersdorf) auf den 38-Jährigen, der in Landsberg am Lech (Deutschland) eine Haftstrafe verbüßt hatte und von einem Freigang nicht mehr zurückgekehrt war, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland am Dienstag.

   Beamte des Bezirkspolizeikommandos Jennersdorf, die gemeinsam mit Kriminalisten aus Oberwart ermittelten, hatten seit längerer Zeit einen 22-jährigen Wiener im Visier. Von einem mutmaßlichen Komplizen des Mannes kannten sie zunächst nur den Vornamen. Bei der Festnahme entpuppte sich dieser als der gesuchte Deutsche. Beiden Männern wird der Anbau von Cannabispflanzen sowohl indoor als auch im Freien vorgeworfen. Die "Ernte" sollen sie seit dem Jahr 2000 teilweise konsumiert beziehungsweise weitergegeben haben.

   Am Montag rückten Polizisten in Wien und im Südburgenland zu Hausdurchsuchungen aus. Dabei trafen Beamte in Windisch-Minihof auf den Deutschen. Gegen ihn lag ein internationaler Haftbefehl vor. Bei den Hausdurchsuchungen wurden Cannabiskraut und Utensilien gefunden, wie sie zum Anbau von Marihuana benötigt werden. Einige Abnehmer der Verdächtigen wurden mittlerweile ausgeforscht. Der Deutsche wurde in die Justizanstalt Eisenstadt gebracht, für den 22-jährigen Wiener setzte es eine Anzeige.