Erstellt am 27. November 2013, 23:59

von Carina Ganster

Förderung für neue Firmen in der Stadt. Wirtschaftsförderung / Betriebe, die sich ab 1. Jänner ansiedeln, bekommen Geld. Arbeitsgruppe soll Bedingungen ausarbeiten.

Von Carina Ganster

JENNERSDORF / Zehn Millionen Schilling (726.728,34 Euro) musste die Gemeinde im Jahr 1994 aufnehmen, um zur Rettung der Firma Vossen beizutragen. Die letzte Rate dieses Kredits wird im Dezember zurückbezahlt und genau dann will die Gemeinde auch wieder Geld für neue Firmen in die Hand nehmen. Allerdings nicht, um diese zu retten, sondern damit sie sich in der Stadt ansiedeln.

Bislang gab es keine konkrete Regelung zur Wirtschaftsförderung. Ein im Gemeinderat von der ÖVP eingebrachter Vorschlag stieß nun bei allen Fraktionen auf positive Resonanz. Grund für den Antrag war auch die Tatsache, dass sich burgenlandweit nur zwei Prozent aller Unternehmen in der Stadt Jennersdorf ansiedeln. „Wir haben dringenden Handlungsbedarf“, meinte Vizebürgermeister Bernhard Hirczy.

Firmen winken Prämien von bis zu 4.000 Euro 

Der von der ÖVP eingebrachte Antrag sieht vor, dass Firmen, die in der Stadt einen neuen Standort eröffnen, nach drei Jahren (Stichtag 1. Jänner 2014) mit Prämien von bis zu 4.000 Euro unterstützt werden. Die Höhe der Förderung setzt sich aus der Mitarbeiteranzahl der jeweiligen Firmen zusammen.

„Die Mitarbeiter müssen über einen Zeitraum von zwei Jahren gemeldet sein und die Förderung darf eine Quote von 40 Prozent der Kommunalabgaben nicht übersteigen. Die Firma darf der Gemeinde gegenüber auch keine offenen Verbindlichkeiten haben“, erklärt Hirczy.

Einigen konnte man sich letztendlich darauf, dass eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aller Fraktionen den genauen Leitfanden ausarbeiten soll. Die erste Sitzung wird noch im ersten Quartal 2014 stattfinden. „Prinzipiell ist der Vorschlag nicht schlecht, Betriebe in die Stadt zu holen. Der von der ÖVP eingebrachte Vorschlag muss allerdings überarbeitet werden“, sagt Grünen Stadtrat Robert Necker.

Die SPÖ sieht ihren Schwerpunkt in der Arbeitsgruppe vor allem bei den sozialpolitischen Aspekten. „Da haben wir wichtige Punkte, die in den Leitfaden gehören“, meint SP-Stadträtin Karin Hirczy-Hirtenfelder.