Stinatz

Erstellt am 16. November 2016, 05:58

von Carina Ganster

Der Fall Stinatz: Jetzt ermittelt die Justiz. Nach Konkursverfahren ermittelt Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue gegen zumindest ein Vorstandsmitglied.

Der "Fall Stinatz": Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Symbolbild  |  NOEN, Erwin Wodicka (www.BilderBox.com)

Ende August wurde bekannt, dass der ASKÖ Stinatz beim Landesgericht Eisenstadt einen Eigenantrag auf die Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt hat. Die Aktiva betragen 13.000 Euro, ihnen stehen Passiva von rund 266.500 Euro gegenüber. Sechs Gläubiger, davon Banken, das Finanzamt und die Gebietskrankenkasse seien betroffen, hieß es damals von Masseverwalter Gerwald Holper.

Ergebnis noch vor Weihnachten erwartet

Die Folge waren Ermittlungen der Exekutive gegen den Verein und speziell gegen mehrere Vorstandsmitglieder. In den vergangenen drei Monaten erhärtete sich dann der Verdacht, dass zumindest ein Vorstandsmitglied wegen des Verdachts der Untreue verdächtig ist.

Ein Bericht der Polizei wurde an die Staatsanwaltschaft geschickte, diese nahm in der Causa „ASKÖ Stinatz“ vor einer Woche die Erhebungen auf. Es handle sich um einen „Betrag in fünfstelliger Höhe, angesiedelt im oberen Bereich“, heißt es von den ermittelnden Beamten. „Derzeit wird geprüft, ob Ermittlungen aufgenommen werden oder ob sich der Verdacht der Untreue nicht bestätigt“, erklärt Staatsanwaltschafts-Sprecher Roland Koch, der noch vor Weihnachten ein Ergebnis erwartet.

Tagsatzung wegen Ermittlungen vertagt

Am Montag hätte dann auch die Tagsatzung bezüglich des Konkursverfahrens am Landesgericht Eisenstadt stattfinden sollen. Aus diesem Termin ist allerdings nichts geworden.

„Die Prüfungs- und Berichtstagssatzung wurde vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben, da die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft derzeit im Fokus stehen“, erklärt Holper, der die aktuelle Anzahl der Gläubiger im Gegensatz zum Beginn des Verfahrens auf „zirka 20“ schätzt.

Es hätten sich seit August rund 14 neue Gläubiger gemeldet, die Forderungen an den insolventen Verein gestellt haben. Das sei „eigentlich nicht viel, auch weil der Verein zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung nicht mehr operativ tätig war“, so Holper.

Chronologie

  • 2008/09: Meister 2. Liga Süd
  • 2009 bis 2013: BVZ Burgenlandliga
  • 2013/14: Abstieg in die 2. Liga
  • 2014/15: Abstieg in die 1. Klasse
  • 2015/16: Stilllegung des Vereins