Güssing

Erstellt am 05. Oktober 2016, 05:41

von Michael Pekovics

Haube für „Kanzlei“, Lokal vor Abschied?. Philipp Kroboth hat es geschafft: Er bringt die erste Gault Millau-Haube nach Güssing. Ob sie bleibt, ist allerdings fraglich.

Feiern nach dem Erfolg. Für Philipp Kroboth ist die Auszeichnung mit einer Haube die vorläufige Krönung seiner Karriere: vom HTL-Techniker und Anwalt hin zum Spitzenkoch. Foto: zVg  |  zVg

Als „vielversprechenden Neustart“ klassifizieren die Genussexperten des Gault Millau die Kochkünste von Philipp Kroboth, der für sein erst im Vorjahr eröffnetes Lokal „Die Kanzlei“ seine erste Haube erhalten hat: „Eine neue Adresse für Freunde der gehobenen Küche“, urteilen die Experten.

„Was man gerne macht, das macht man gut“

„Eine Wahnsinnsauszeichnung, über die ich mich natürlich sehr freue und die auch etwas überraschend kam“, freut sich der Gastronom im Gespräch mit der BVZ. „Vor allem für einen gelernten HTL-Techniker wie mich, der über den Beruf des Anwalts zu seiner Leidenschaft gefunden hat, ist das eine tolle Bestätigung.“ Tatsächlich sucht die Karriere von Kroboth, der die „Kanzlei„ erst im Vorjahr eröffnet hat, seinesgleichen, aber: „Was man gerne macht, macht man gut“, lacht der sympathische Haubenkoch.

Getrübt wird seine Stimmung derzeit nur von der aufgehobenen Einbahnregelung, die seit Montag dieser Woche in Kraft ist: „Jetzt wird sich zeigen, wie viel die Haube tatsächlich wert ist. Ohne Parkplätze in der Nähe müssen meine Gäste leider zu Fuß kommen.“ Wenigstens eine Ladezone sei ihm genehmigt worden, ob sich das Lokal in weiterer Zukunft allerdings noch rechne, werde sich erst zeigen müssen: „Wenn ich rote Zahlen schreibe, werde ich mir etwas überlegen müssen. Ich muss ja nicht für immer in Güssing bleiben.“