Erstellt am 28. September 2011, 00:00

Gastronomiebetrieb im Kastell Stegersbach. PROJEKT / Ein gebürtiger Ollersdorfer, der derzeit in den USA wohnt, will im Kastell eine Vinothek und ein Restaurant führen.

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VON SARAH WAGNER

STEGERSBACH / Wie die BVZ bereits vergangene Woche berichtete, gibt es für das Kastell Stegersbach einen Interessenten. Der Ollersdorfer Marc Peischl, der derzeit noch in Florida (USA) lebt, möchte einen Gastronomiebetrieb im Kastell eröffnen. Im Keller des Gebäudes soll eine Vinothek, im Erdgeschoss ein Restaurant und im ersten Stock Räumlichkeiten für diverse Veranstaltungen entstehen.

Infrastruktur bleibt auch  nach dem Projekt

„Da ein Umbau für ein derartiges Projekt eine Investition ist, die dem Gebäude erhalten bleibt, hat sich der Gemeinderat bereit erklärt, es finanziell zu unterstützen“, erklärt Stegersbachs Vizebürgermeister Michael Knopf. In der vergangenen Gemeinderatssitzung am Donnerstag, dem 22. September, wurde ein einstimmiger Grundsatzbeschluss gefasst, einen Finanzierungsbeitrag in der Höhe von maximal 350.000 Euro zu gewähren. „Die Gemeinde ist bereit mit zu tun“, sagt Stegersbachs Bürgermeister Heinz-Peter Krammer und er führt aus, warum 350.000 Euro dafür aufgebracht werden würden: „Für uns ist es ein wichtiges Infrastrukturprojekt. Das Gebäude gehört ja uns und viele Maßnahmen müssten bleiben, auch wenn sich der Investor verabschieden würde. Es geht vor allem um wichtige Infrastruktur wie Heizung, Lüftungsanlage und so weiter.“ Vize Knopf führt aus: „Das Gebäude wurde zwar im Rahmen der Hauptplatzsanierung mitgemacht, aber das reicht nicht. Das Mauerwerk gehört wahrscheinlich saniert und trockengelegt. Eine Be- und Entlüftung muss in einem Gastronomiebetrieb ebenfalls installiert werden.“

Derzeit steht der Keller des Kastells, das sich im Eigentum der Marktgemeinde Stegersbach befindet, leer. Das Erdgeschoss wird vom Motorradclub genutzt und im ersten Stock ist das Telegraphenmuseum untergebracht. Bis vor Kurzem war auch noch ein Büro des Unternehmens Trendwerk im Kastell eingemietet. Verkauft soll das Gebäude aber nicht werden. „Nur verpachtet“, heißt es seitens der Gemeindeführung.

Scheitern könnten die Pläne des gebürtigen Ollersdorfers an Vorlagen seitens des Bundesdenkmalamtes, da das Gebäude unter Denkmalschutz steht. „Vieles liegt am Bundesdenkmalamt, nämlich ob die vorgeschriebenen Auflagen für ein riesiges Gastronomieprojekt erfüllt werden können“, so Knopf.

Beginn im Frühjahr 2012  scheint realistisch

An eine mögliche Umsetzung noch im heurigen Jahr denkt Knopf nicht. „Einen Start im Frühjahr 2012 könnte ich mir schon vorstellen – auf jeden Fall so schnell als möglich.“ Weitere Details wollte Michael Knopf noch nicht preisgeben, aber soviel verrät er: „Ein Lift ist geplant, um das Gebäude barrierefrei zugänglich zu machen.“