Erstellt am 09. November 2011, 00:00

Gegner lassen nicht locker. S7 / Die Gegner befürchten durch den Bau der Schnellstraße die Zerstörung der „Naturjuwele“ Lafnitz und Lahnbach.

REGION / Die Gegner der Fürstenfelder Schnellstraße S7 warnen vor der Zerstörung eines „Naturjuwels“ im Südburgenland durch den Bau der Schnellstraße. „Die geplante Verbindung soll das Ramsar- und Europaschutzgebiet Lafnitztal sowie den geschützten Landschaftsteil Lahnbach bei Deutsch Kaltenbrunn durchqueren“, sagt Johann Raunikar, Sprecher der Bürgerinitiative.

Aus naturschutzfachlicher Sicht handle es sich dabei um höchst schützenswerte Lebensräume für bedrohte Arten aus Pflanzen- und Tierreich sowie um einen „wertvollen und unersetzlichen Erholungsraum“, Ebenfalls erbost zeigen sich die Gegner über die Terminwahl für die öffentliche Auflage der Naturverträglichkeitserklärung der Asfinag für den Westabschnitt (Riegersdorf bis Dobersdorf) der Schnellstraße. Die öffentliche Einsichtnahme war vom 24. Oktober bis einschließlich 7. November bei der Landesregierung in Eisenstadt sowie in den Gemeindeämtern von Deutsch Kaltenbrunn und Rudersdorf möglich. „In diesem Zeitraum sind zwei Feiertage gefallen, zudem hat das Gemeindeamt in Dt. Kaltenbrunn zusätzlich zwei Tage geschlossen gehabt“, sagt Raunikar. Damit wurde laut Bürgerinitiative den Bürgern die zeitliche Möglichkeit zur Einsichtnahme in die Verfahrensunterlagen „massiv“, nämlich um bis zu 40 Prozent, genommen. Jetzt will die Bürgerinitiative eine Stellungnahme zur Naturverträglichkeitserklärung vorbereiten. Ende September wurde die positive Umweltverträglichkeitsüberprüfung für den Abschnitt West ausgestellt. Die „Allianz gegen die S7“ hat angekündigt, die Wiederaufnahme des UVP-Verfahrens zu beantragen.