Erstellt am 12. März 2014, 12:03

von Carina Ganster

„Gehe nicht ins Häfn“. Stinatz / Gemeinde erfüllte Auflagen der Bezirkshauptmannschaft. Bürgermeister Andreas Grandits zahlte Verwaltungsstrafe.

Baustelle abgeschlossen. Bürgermeister Andreas Grandits, Bauleiter Helmut Kirisits und Polier Hans Pratscher bei der Besichtigung.  |  NOEN
Von Carina Ganster

Mit der Fertigstellung der Böschungssicherung in der Grabenstraße fällte Bürgermeister Andreas Grandits auch die Entscheidung, doch nicht ins Gefängnis zu gehen, wie er ursprünglich angekündigt hatte. Weil die Gemeinde Auflagen über Jahre weg nicht umgesetzt hatte, wurde der Bürgermeister zu einer Verwaltungsstrafe von rund 300 Euro verdonnert.

Um, wie er jetzt sagt, ein Zeichen zu setzen, wollte der Ortschef seine Strafe im Gefängnis absitzen (die BVZ berichtete exklusiv) – und sorgte damit österreichweit für Schlagzeilen. Auf Anraten seines Anwalts hat Grandits seine Entscheidung nun widerrufen. „Ich gehe nicht ins Häf'n, sondern zahle“, teilte er am Montagnachmittag mit.

Arbeiten in vier Wochen Bauzeit durchgeführt

Die seit Jahren säumigen Auflagen wurden in der vergangenen Woche fertiggestellt.

„Sämtliche Auflagen der Bezirkshauptmannschaft Güssing wurden erfüllt. Es wurde eine Kamerabefahrung durchgeführt, die Steinwurfsicherung der zwei Regenüberläufe sowie die Böschungssicherung wurden umgesetzt. Trotz der schwierigen Wetterlage konnten die 60.000 Euro teuren Arbeiten in einer Bauzeit von vier Wochen durchgeführt werden“, erklärt der Ortschef.

Somit ist dem Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Güssing Genüge getan und der Bürgermeister darf weiterhin seinen Pflichten als Ortschef von Stinatz nachkommen – als freier Mann.