Erstellt am 12. Dezember 2012, 00:00

Gemeinde macht ernst. Gemeinderat / Ein Darlehen von 300.000 Euro soll für den Ankauf und die Sanierung des Kulturzentrums aufgenommen werden. SPÖ zeigt sich bestürzt und will nicht mitstimmen.

Von Carina Ganster

JENNERSDORF / Am Donnerstag, dem 13. Dezember, um 19 Uhr tagt der Gemeinderat. Bereits vor der Sitzung sorgte der Tagesordnungspunkt 17 „Beratung und Beschlussfassung über die Vergabe eines Darlehens für den Ankauf und die Sanierung des Kulturzentrums Jennersdorf“ für erhitzte Gemüter. Grund dafür ist die Höhe des Darlehens, denn insgesamt sollen 300.000 Euro aufgenommen werden. Rund 170.000 Euro für den Ankauf, der Rest soll in die Sanierung des KUZ fließen und genau daran scheiden sich bei SP-Stadträtin Karin Hirczy-Hirtenfelder und ihren Gemeinderäten die Geister. „Wir haben für den Kauf des KUZ gestimmt und genau da haben wir auch unsere Bedenken geäußert, da das Kulturzentrum stark sanierungsbedürftig ist. Damals hat der Herr Bürgermeister vor dem versammelten Gemeinderat versprochen, dass nur kleinere Instandhaltungsmaßnahmen von Seiten der Gemeinde finanziert werden müssen, wie etwa der Tausch der Beleuchtungskörper und die Sanierung der WC-Anlagen. Das kann unmöglich 130.000 Euro kosten“, ärgert sich die Fraktionssprecherin, die keinesfalls ihre Zustimmung zur Darlehensaufnahme geben will. „Aus dem Verkauf der Begas-Anteile hätten wir den Ankauf zum Beispiel auch finanzieren können“, wirft Hirczy-Hirtenfelder ein.

Gemeinde will Betrieb für Zukunft sichern 

Bürgermeister Willi Thomas versteht den Grund zur Aufregung nicht und beruhigt. „Das Begas-Geld wurde für die Rückzahlung anderer Kredite verwendet. Fürs KUZ müssen wir die rechtlichen Voraussetzungen im Gemeinderat schaffen, dass wir nahtlos an den Betrieb im KUZ weiterführen können. Der einstimmige Beschluss für den Ankauf war der erste Schritt und jetzt müssen wir eben investieren, um den Betrieb zu sichern. Welche Arbeiten dann genau umzusetzen sind, müssen wir erst sehen.“ Eben auch ein Punkt, bei dem es der Opposition sauer aufstößt. „Es gibt für den Ankauf des KUZ noch keinen unterschriebenen Kaufvertrag, aber im Falle einer Kreditaufnahme müssen wir Geld zurückzahlen. Für ein Gebäude, dass wir nicht einmal besitzen“, kritisiert Hirczy-Hirtenfelder. Die Grünen wollen erst in der Sitzung selbst entscheiden, wie sie abstimmen. Egal wie die Opposition entscheidet, die Mehrheit hat der Ortschef ohnehin.