Erstellt am 27. Juli 2011, 00:00

Gemeinde Mogersdorf kauft Zollhäuschen. DENKMALSCHUTZ / Gemeinde hat zu einem symbolischen Kaufpreis von einem Euro das denkmalgeschützte Zollhaus erworben.

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VON CARINA GANSTER

MOGERSDORF / Seit dem Fall der Schengengrenze stehen die ehemaligen Grenzabfertigungsstellen leer. Der Eigentümer, die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), will die Zollstellen verkaufen. Der Verkauf gestaltet sich allgemein als schwierig. Im gesamten Burgenland gibt es elf Zollämter, drei wurden bislang verkauft. Nun wurde auch der Verkauf der alten 16 Quadratmeter kleinen Zollstelle Mogersdorf zwischen BIG und Gemeinde abgewickelt.

Bürgermeister Josef Korpitsch dazu: Wir haben schon seit drei Jahren Interesse am Erwerb der Zollstelle. Bislang konnten wir uns aber nicht einigen. Jetzt haben wir überraschend die Zusage von der BIG bekommen, der Gemeinderat hat dem Verkauf daraufhin sofort zugestimmt. Die Gemeinde Mogersdorf hat zu einem symbolischen Kaufpreis von einem Euro dem Verkauf zugestimmt. Das denkmalgeschützte Zollhaus soll nun in den Friedensweg Mogersdorf eingebunden werden. Wir wollen eine Außenstation für den Friedensweg machen, wo wir die Geschichte des Grenzüberganges dokumentieren. Die Räumlichkeiten sollen mit Bildern geschmückt werden, ein symbolischer Grenzbalken wird errichtet. Es ist wichtig die Geschichte für die nächste Generation zu dokumentieren, erklärt der Ortschef.

Die Kosten, die auf den Erhalter, die Gemeinde Mogersdorf, zukommen, sind bislang noch unklar. Weil es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, gestalten sich die Sanierungsarbeiten komplexer. Wie viel wir in die Sanierung investieren müssen ist derzeit noch nicht fix. Es gehören einige Arbeiten gemacht. Unter anderem muss ausgemalt und der Boden neu verlegt werden. An der Außenfassade und der umliegenden Umgebung sind auch Arbeiten notwendig, erklärt Korpitsch.

In Kalch entsteht eine  Labestation für Radfahrer

In Kalch hat die Gemeinde bereits vor einem Jahr das denkmalgeschützte Zollhaus gekauft. Um rund 1.000 Euro, erklärt Bürgermeister Helmut Sampt. Dieses Haus steht am Themenweg Alte Grenze. Die Gemeinde möchte in den kommenden Monaten eine Labestation für Radfahrer und Wanderer einrichten. Das Zollamt Mörbisch wurde an einen Privaten verkauft.

Die anderen acht Objekte, die Zollämter Bonisdorf, Heiligenkreuz und Deutschkreutz, beziehungsweise die Grenzübergangsstellen Tauka, Schachendorf, Rattersdorf, Klingenbach, Nickelsdorf und Kittsee sind noch nicht verkauft.