Erstellt am 05. September 2012, 00:00

Gemeinde verwaltet KUZ. VORRÜBERGEHEND / Alle Veranstaltungen im Kulturzentrum Jennersdorf können nach dem Tod des Eigentümers und dem eröffneten Konkurs weiterhin abgehalten werden.

VON CARINA GANSTER

JENNERSDORF / Am 31. August hat der „Raffel“ seine Türen für immer geschlossen. Wie die BVZ bereits berichtete, ist Eigentümer Ernst Kampel-Kettner plötzlich verstorben, nachdem einige Wochen zuvor ein Sanierungsverfahren über seine Seminarhotel „Raffel“ GmbH & Co KG und die Seminarhotel „Raffel“ GmbH eröffnet wurde. Da die Insolvenzmasse nicht ausreichte, um die Masseforderungen zu erfüllen, wurde das Unternehmen geschlossen und das Sanierungsverfahren in einen Konkurs umgewandelt. Ebenfalls war Kampel-Kettner Betreiber der Badkantine im Schwimmbad Jennersdorf.

Am vergangenen Freitag wurde nun zwischen Masseverwalterin und Gemeinde eine Übergangslösung getroffen, um Veranstaltungen im Kulturzentrum, dass Kampel-Kettner ebenfalls betrieben hat, weiterhin durchführen zu können. Zudem wird die Stadtgemeinde bis zum Saisonschluss im Freibad (15. September) auch die Badkantine betreiben. „Es hätte keine andere Möglichkeit gegeben. Immerhin sind wir eine Bezirkshauptstadt und haben auch gewisse Verpflichtungen unseren Bürgern und auch den Besuchern“, meint Bürgermeister Willi Thomas.

Gemeinde hat weiter  Interesse KUZ zu kaufen

Langfristig geplant ist, dass die Gemeinde das Kulturzentrum ohnehin übernehmen möchte, dazu muss aber erst einmal die Verlassenschaft von Kampel-Kettner abgewartet werden. Das Obergeschoss des Restaurants möchte die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft kaufen. Derzeit laufen Verhandlungen.

Die Ausschreibungen für einen neuen Betreiber der Badkantine sollen in einer der kommenden Gemeinderatssitzungen fallen. Ebenfalls ungewiss war, ob die Maturanten des BORG Jennersdorf ihren Maturaball im KUZ abhalten können. Auch in dieser Causa gibt es Entwarnung. „Der Maturaball kann planmäßig Mitte November im KUZ Jennersdorf über die Bühne gehen. Ein Cateringservice soll für die Verköstigung der Besucher sorgen“, erklärt der Ortschef.