Erstellt am 12. Oktober 2011, 00:00

Gemeinde wartet auf Bescheid. GEMEINDEPERSONAL /  Amtsleiter Hugo Grandist kann seit Monaten seiner Arbeit krankheitsbedingt nicht nachgehen, nun warten alle auf eine Entscheidung des Landes.

VON SARAH BAUMGARTNER
STINATZ / Seit einigen Monaten kann der langjährige Amtsleiter von Stinatz, Hugo Grandits, krankheitsbedingt seiner Arbeit als Amtmann nicht mehr nachgehen. „Ich leide an einer sogenannten Anpassungsstörung.“ Er war 35 Jahre lang im Gemeindeamt tätig. „Ich war nie krank, nur einmal hatte ich einen Gips, sogar damit habe ich gearbeitet. Plötzlich bin ich krank geworden“, so der Amtsleiter. Seine Arbeiten im Gemeindeamt erledigen nun andere. Auch Bürgermeister Andreas Grandits muss mithelfen: „Der provisorische Leiter Manfred Zsifkovits und ich teilen uns die Arbeit. Weiters gibt es drei Halbtagsarbeitskräfte, die uns unterstützen. Das ist kein idealer Zustand. Wir brauchen einen Amtsleiter, auch, weil derzeit so viel bei uns passiert.“

Hugo Grandits versteht den Ärger des Ortschefs: „Der Bürgermeister hat derzeit nicht viel zu lachen, das Spektrum, das zu erfüllen ist, ist groß. Die Belastung ist enorm.“

Hugo Grandits hat bereits vor Monaten um eine Pensionierung angesucht. Eine Entscheidung seitens des Landes gibt es bislang noch nicht. Das ärgert nicht nur Hugo, sondern auch Andreas Grandits: „Solange das Land keine Entscheidung fällt, können wir nichts tun.“ Hugo Grandits dazu: „Das Land vertröstet mich ständig. Ich habe bereits drei medizinische Gutachten abgegeben.“

Elke Edelbauer, Abteilungsleiterin der Personalabteilung des Landes, erklärt die Situation:  „Es handelt sich um ein laufendes Verfahren, es steht aber kurz vor Abschluss. Es gibt aber nur zwei Varianten: Entweder der Amtsleiter geht in Pension oder er kommt zurück.“ Auf die Frage, wann es zum Abschluss kommen wird, antwortete Edelbauer: „In den nächsten Wochen, wenn kein neues Gutachten auftaucht.“ Sie bestätigte aber: „Sicher noch heuer.“

Ein weiteres Problem erläutert Hugo Grandits: „Als Beamter müsste mir die Gemeinde einen gleichwertigen Job anbieten, aber den gibt es gar nicht.“

Ortschef Grandits liegen außerdem noch die entstehenden Personalkosten im Magen: „Der Gemeinde entstehen zusätzlich Personalkosten. Wir werden erst Ende des Jahres sagen können, wie hoch diese sind.“