Erstellt am 09. November 2011, 00:00

Gemeinde weiterhin untätig. QUERUNGSHILFEN / Vor mehr als einem Jahr wurden sieben Schutzwege in der Stadt entfernt. Die versprochenen Querungshilfen sind noch immer nicht installiert.

VON CARINA GANSTER

JENNERSDORF / Der Streit um die sieben entfernten Schutzwege scheint kein Ende zu nehmen. Zwar gehören die Zebrastreifen seit mehr als einem Jahr der Vergangenheit an, der Wirbel hat sich aber noch immer nicht gelegt. Die beim runden Tisch im September 2010 versprochenen rot unterlegten Querungshilfen – die statt der Zebrastreifen installiert hätten werden sollen – wurden noch immer nicht aufgebracht. Dies veranlasst SPÖ-Landtagsabgeordneten Ewald Schnecker, neuerlich Bürgermeister Willi Thomas an „seine Pflichten als Ortschef“ zu erinnern. Schnecker fordert Bürgermeister Thomas auf, sich „an die Abmachung und an den Willen der Bevölkerung zu halten“.

Schon im Juni meinte Bürgermeister Thomas, dass die Gemeinde gerade dabei sei „Informationen bezüglich der gesetzlichen Genehmigung einzuholen“. Laufend traf man sich zu Besprechungen mit Vertretern der Landesregierung, um die Kostenfrage zu klären. Auch die Frage, ob die Querungshilfen überhaupt installiert werden sollen, warf man in diesen Besprechungen auf den Tisch. „Diese Querungshilfen wurden bis zum heutigen Tag vom Bürgermeister noch nicht angeordnet und daher auch noch nicht aufgebracht“, so Schnecker. Dass er seine Pflichten vernachlässige, will Thomas nicht gelten lassen. „Wir haben im März erfahren, dass keiner der Schutzwege wieder aufgebracht wird. Ab dann haben die Verhandlungen bezüglich der Querungshilfen begonnen. Es gibt bereits Querungshilfen im Bereich des Hofermarktes, des alten Sportplatzes und in Rax“, meint der Ortschef. Dass es beim Postamt und auch an anderen Stellen keine gebe sei nicht seine Schuld, sondern aufgrund der niedrigen Frequentierung eine logische Konsequenz. „Wir haben leider keine Vereinbarung mit dem Land. Vielleicht kommen noch Querungshilfen, vielleicht aber auch nicht“, erklärt Thomas. Schnecker lässt aber nicht locker und erinnert an die Vereinbarung, die beim Runden Tisch getroffen worden sein soll: „Wir sind mit dem Konsens auseinander gegangen, dass die Gemeinde für die Kosten der Aufbringung aufkommt. Die Zustimmung vom Land ist nur Formsache.“