Erstellt am 22. Februar 2012, 00:00

Gemeindeabteilung will nicht mehr korrigieren. GEMEINDETRENNUNG / Laut den Befürwortern der Trennung von Kukmirn ist auch die Richtigstellung des Gutachtens falsch.

LIMBACH, EISENSTADT / In der Causa „Gemeindetrennung Kukmirn-Limbach“ wird es immer kurioser. Die Gemeindeabteilung lehnte eine Trennung des Ortsteils Limbach von der Großgemeinde Kukmirn ab. Die Befürworter aus Limbach verlangten daraufhin eine Richtigstellung der Ergebnisse des Gutachtens. Nun übermittelte die Gemeindeabteilung eine Stellungnahme zur geforderten Richtigstellung.

„Das ist eine Schikane der  Behörde, was die aufführen“

„Auch diese Stellungnahme strotzt nur so von Fehlern, Falschaussagen und unrichtigen Berechnungen“, geben sich Limbachs Ortsvorsteher Willibald Fandl und Gemeinderat Rainer Freissmuth empört: „Wir haben bei der Gemeindeabteilung neuerlich eine korrekte Aufarbeitung und Richtigstellung der Daten, Zahlen und Fakten gefordert.“

Andreas Gold, Abteilungsvorstand  der Gemeindeabteilung reagiert auf Anfrage der BVZ verärgert: „Das ist mittlerweile eine Schikane der Behörden, was diese Personen aufführen. Diese Korrekturen haben keinen Einfluss auf die Kernaussagen der Ergebnisse.“ Außerdem betont er, dass das Gutachten auf Daten basiert, die von der Gemeinde Kukmirn stammen und von Ergebnissen aus Erhebungen, die vor Ort gemacht wurden. Laut Fandl und Freissmuth wurde ja auch schlampig recherchiert: „Die Umstände sprechen dafür, dass etliche Daten vom Amtsleiter der Marktgemeinde Kukmirn falsch beziehungsweise unvollständig bereitgestellt wurden.“

„Ich bin ein Beamter  und kein Politiker“

Amtsleiter Hannes Hirmann nimmt Stellung: „Ich möchte zu den haltlosen und polemischen Anschuldigungen nichts sagen. Ich bin ein Beamter und kein Politiker und möchte mich auch nicht mit kleinen Dorfpolitikern auf eine Stufe stellen und verweise schlussendlich auf den Bericht der Gemeindeabteilung als übergeordnete Behörde beziehungsweise auf das zu erwartende Ergebnis des Landesrechnungshofes.“ Gold betonte im Gespräch mit der BVZ, dass er sogar daran denke, den Verwaltungsaufwand für die Bearbeitung des Falles zu prüfen und den Verfassern der Richtigstellungen in Rechnung zu stellen. „Wir werden sicherlich nicht die Erbsen – in Limbach eher die Äpfel – zählen, die dort wachsen. Wir warten nun auf das Ergebnis vom Landesrechnungshof und werden dann abschließend Gespräche mit den Verantwortlichen führen.“

Auch Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl nimmt Stellung: „Die Mitarbeiter der Gemeindeabteilung haben das Gutachten sicher mit bestem Wissen und Gewissen erstellt. Ich habe mich bis jetzt nicht eingemischt und werde das auch weiterhin nicht tun. Die weitere Vorgehensweise bleibt, wie mit der Landesregierung und allen Parteien vereinbart. Das zweite Gutachten des Landesrechnunghofs wird Licht ins Dunkel bringen.“