Erstellt am 04. Februar 2015, 11:25

von Carina Ganster

Kritik an Kanalsystem. Stadtgemeinde erwägt eine Umstellung der Kanalgebühren. Arbeitsgruppe will Ergebnisse bis Sommer präsentieren.

Symbolbild  |  NOEN, Erwin Wodicka
Vergangenen Woche fand eine erste Sitzung der Arbeitsgruppe zur Neuberechnung der Kanalgebühren statt. Die Arbeitsgruppe prüft die Möglichkeit einer Umstellung auf Basis des Wasserverbrauchs. Die Grünen und Unabhängigen haben in der Sitzung ein erstes Modell präsentiert.

„Nächster Schritt ist eine Liste zu erstellen und Musterberechnungen durchzuführen“, sagt Vizebürgermeister Bernhard Hirczy, der die Umstellung des Systems noch im heurigen Jahr umsetzen will. Allerdings nur, „wenn wir eine Möglichkeit finden, private Haushalte nicht noch mehr zu belasten“, so Hirczy.

Auf die Frage, wer denn künftig mehr Kanalgebühren bezahlen soll, meinte Hirczy: „Das ist derzeit noch unklar, genau deshalb gibt es eben eine Arbeitsgruppe.“

Ergebnisse sollen bis Sommer vorliegen

Derzeit bemisst sich die Benützungsgebühr an der Fläche eines Gebäudes, egal ob der Haushalt viel oder wenig Abwasser in den Kanal einleitet. Kritik am derzeitigen System kommt hauptsächlich von den Grünen, die das System als nicht verursachergerecht kritisieren.

Bereits im Vorjahr haben sie dazu eine Unterschriftenaktion gestartet. Im Gemeindegebiet gibt es derzeit sechs Wassergenossenschaften, die nicht flächendeckend mit Wasserzählern versorgt sind und etliche Hausbrunnen.

Außerdem sind die letzten drei Kanalbauabschnitte noch nicht behördlich abgenommen und abgerechnet. Bis zum Sommer soll die Arbeitsgruppe, der Mandatare aller vier Gemeinderatsfraktionen angehören, ihre Beratungsergebnisse dem Gemeinderat vorlegen.