Erstellt am 12. Januar 2011, 00:00

Gerüchte um Polizei Eberau. EXEKUTIVE / Grenzpolizeiinspektion Eberau soll kurz vor der Schließung stehen. Insider vermuten Zusammenhang mit Ablehnung des Asylerstaufnahmezentrums.

 |  NOEN

VON MICHAEL PEKOVICS

EBERAU / Die Gerüchte rund um die Schließung der Grenzpolizeiinspektion Eberau gibt es schon länger, über den Jahreswechsel verdichteten sie sich. Offiziell bestätigen wollte die Schließung niemand, aber aus gut informierten Kreisen ist zu hören, dass „Eberau einer jener Standorte von Polizeiinspektionen ist, die demnächst geschlossen werden könnten“. Aus dem Büro von Innenministerin Maria Fekter kommt aber ein Dementi: „Die Schließung der Dienststelle in Eberau ist nicht geplant.“ Weiter heißt es, dass „derzeit angesichts des Auslaufens des Assistenzeinsatzes Planungen zum zukünftigen Einsatzkonzept der Polizei“ laufen. Dass damit aber auch die Schließung von Polizeiinspektionen einher gehe, sei aktuell nicht vorgesehen.

Aktuell gibt es im Bezirk Güssing insgesamt sieben Polizeiinspektionen (St. Michael, Strem, Güssing, Kukmirn, Stegersbach, Inzenhof und Eberau), 113 Exekutivbeamte versehen im Bezirk ihren Dienst. In Richtung Oberwart (von Eberau aus gesehen) ist der nächste Polizeiposten in Eisenberg. Seitens des Bezirkspolizeikommandos Güssing heißt es zu den Gerüchten, dass das „eines von vielen ist, die es derzeit gibt“.

Hintergrund der möglichen Schließung ist die Umsetzung von „Schengen drei“. Welche Dienststellen schlussendlich davon betroffen sind, ist Sache des Innenministeriums. Hinter vorgehaltener Hand wird ein Zusammenhang mit der Ablehnung des Asyl-Erstaufnahmezentrums in Eberau vermutet („Späte Rache von Fekter“). Damals wurde ein Ausbau der Polizeiinspektion in Aussicht gestellt  – allerdings nur, wenn das Projekt umgesetzt worden wäre.

Nach dem Aus des Roten Bus wäre die Schließung des Polizeipostens in Eberau der nächste Verlust einer Institution im Unteren Pinka- und Stremtal.