Erstellt am 08. Januar 2015, 10:51

von NÖN Redaktion

Energie aus Abwässer. Klärschlamm soll nachhaltig entsorgt werden, Verbrennung käme zu teuer. Also wird thermisch vergast und Energie erzeugt.

 |  NOEN, zVg

Klärschlamm ist jenes Produkt, das bei allen Kläranlagen übrig bleibt. Aufgrund EU-Vorgaben wird die landwirtschaftliche Ausbringung von Klärschlamm künftig gänzlich verboten sein, wodurch andere Entsorgungslösungen gefunden werden müssen.

Die Landesregierung hat vor Kurzem ein diesbezügliches Forschungsprojekt beschlossen, Projektträger ist der Abwasserverband Mittleres Strem- und Zickenbachtal, also die Kläranlage in Glasing. In der Projektbeschreibung dieses „kreislauforientierten Energiekonzeptes“, das vom Europäischen Zentrum für Erneuerbare Energie ausgearbeitet wurde und bereits vorliegt, heißt es, dass „eine Verbrennung in Anlagen … die Abwassergebühren verdoppeln würde“.

Neben dem Klärschlamm wurde auch auf die Entsorgung von kommunalen Reststoffen Rücksicht genommen. „Herzstück sind zwei Energieerzeugungsanlagen – die Dampfvergasung und die Fermentation“, erklärten die Entwickler Reinhard und Sebastian Koch. „Ziel ist die Schaffung eines Modells für die wirtschaftliche und nachhaltige Nutzung von Klärschlamm für kommunale Abwasseranlagen“, sagt Landesrat Andreas Liegenfeld.