Erstellt am 17. November 2010, 00:00

Grüne: „Handeln statt Täuschen“. KRITIK / Nachdem Land und Bund eine Einigung zum Bau der S7 erzielt haben, bezeichnen die Grünen die Ausbaupläne als völlig realitätsfern.

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VON CARINA GANSTER

REGION / Infrastrukturministerin Doris Bures sprach in der Vorwoche davon, dass die S7 eine hochpriorisierte Straße sei. Die Grünen wollen davon nichts wissen. „Dass die S7 nicht die vielfach angesprochene Priorität hat, zeigt, dass der Ost-Abschnitt von Rudersdorf bis Heiligenkreuz in die nächste Legislaturperiode verschoben wurde“, meint Grünen Nationalratsabgeordnete Christiane Brunner. Das Land hält weiterhin an der Umsetzung fest. „Wir stehen hinter dem S 7 Projekt. Die Umsetzung bringt eine massive Verkehrsentlastung und eine Steigerung der Lebensqualität“, sagt Landesrat Helmut Bieler.

„Offenbar gelten manche Kriterien im Norden schon, im Süden aber nicht. Es gibt keinerlei Pläne für eine Weiterführung in Ungarn, trotzdem hält die Landesregierung aus Prestigegründen an diesem Projekt fest. Die Bevölkerung wird vergessen.“ Obwohl es zwei unterschiedliche Baustarts gibt, wird die Freigabe für die Abschnitte Ost und West zeitgleich erfolgen. „Täuschung der Bevölkerung. Denn es gibt bis heute keinen Bescheid für dieses Projekt und weitere Verfahren wie Naturschutz und der Gang zum Umweltsenat stehen aus. Die Landesregierung soll endlich damit aufhören, die Bevölkerung zu täuschen und statt dessen Maßnahmen setzen, die tatsächliche Verkehrsentlastung bringen“, meint Brunner.