Erstellt am 18. April 2012, 00:00

Grund für Blume gekauft. NATURSCHUTZ / Der Naturschutzbund Burgenland hat in Neustift ein Grundstück angekauft, um Pflanzenerhalt zu sichern.

Ein Gedenkpult wurde bei der feierlichen Einweihung der Wiese vom Ehrenpräsidenten des Österreichischen Naturschutzbundes Eberhard Stüber, durch den Obmann des Naturschutzbundes Burgenland Ernst Breitegger und durch Bürgermeister Franz Kazinota enthüllt. ZVG  |  NOEN
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NEUSTIFT BEI GÜSSING / Der Naturschutzbund Burgenland versucht, wertvolle Lebensräume im gesamten Burgenland durch Kauf oder Pacht zu sichern und in der Folge nach ökologischen Gesichtspunkten zu pflegen.

So wurde auch in Neustift bei Güssing eine Wiese erworben. Bei der neu angekauften „Eberhard Stüber Wiese“ handelt es sich um eine Pfeifengraswiese mit Gelber Taglilie, Trollblume, Sibirischer Schwertlilie, Bertram-Schafgarbe und Bart-Nelke. „Diese Streuwiesen zählen sowohl hinsichtlich ihres Reichtums an seltenen und gefährdeten Pflanzenarten als auch mit ihrer typischen Wiesenfauna zu den ökologisch wertvollsten und artenreichsten Wiesen des Südburgenlandes“, so Naturschutzbund-Obmann Ernst Breitegger.

Erwähnenswerte Tierarten, die in dieser Gegend leben, sind der Moorfrosch, die Sumpfschrecke (Heuschrecke) und der Große Feuerfalter (Schmetterling). Die Wiese ist 7.951 Quadratmeter groß und kostete 4.856 Euro. Die Pfeifengraswiese wurde durch eine Spende von Professor Eberhard Stüber angekauft.

Derartige Maßnahmen sind durch die zunehmende Intensivierung in der Landwirtschaft und des Flächenverbrauchs für Siedlungen, Industrie- und Gewerbeparks und Straßen notwendig geworden. Artenreiche Naturwiesen, die früher die Tallagen des Südburgenlandes über weite Bereiche bedeckten, sind nur mehr in isolierten Reliktbeständen vorzufinden. Gemäht werden die Naturwiesen des Naturschutzbundes Burgenland über das Österreichische Programm für eine umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) von Landwirten oder Landschaftspflegern aus der Region.