Erstellt am 01. Oktober 2014, 07:04

von Michael Pekovics

30 km/h nach Elternprotesten. Zusätzlich zu den Tempolimits auf den Einfallstraßen wurde in der Sitzung auch eine 30er-Beschränkung für die Sicherheit der Volksschulkinder beschlossen.

 |  NOEN, Müllner
Verkehrsthemen stehen aktuell in Güssing hoch im Kurs. Wie berichtet gibt es vielerorts, wie von Anrainern gefordert, Handlungsbedarf. Nun hat die Stadt reagiert und in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag mehrere Beschränkungen auf Schiene gebracht.

30er-Limit brachte Diskussionen mit sich

Eine der wichtigsten Maßnahmen dabei ist eine 30 km/h-Beschränkung in der Batthyany-Straße, um die Verkehrssicherheit für die Kinder der Volksschule zu erhöhen. Zuerst war das gar kein Thema, aber einige Tage vor der Gemeinderatssitzung

an Stadtchef Vinzenz Knor.

Dieser nahm das Anliegen auf die Tagesordnung, was für einige Diskussionen sorgte. ÖVP-Gemeinderat Emil Winkelbauer argumentierte nämlich, dass der 30er „unnötig“ sei, weil „dort ohnehin nicht schneller gefahren werden kann“. Der SPÖ-Konter von Alfred Brenner: „Wenn man ohnehin nicht schneller fahren kann, dann passt der 30er sowieso.“

„Tempolimit gilt nur tagsüber an Schultagen“

Laut SPÖ-Vize Christian Garger sind aber eher die vielen parkenden Pkw zu den Stoßzeiten, also in der Früh und zu Mittag, das Problem. Winkelbauer kritisierte auch das 30er-Limit am Güterweg in Ludwigshof: „Dadurch staubt es nicht weniger als jetzt.“

Die Abstimmungen fielen dann, abgesehen vom SPÖ-Mehrheitsbeschluss über das 30er-Limit in Ludwigshof, einstimmig aus. Damit gilt in der Batthyany-Straße eine 30 km/h-Beschränkung, allerdings nur zu Schulzeiten. „Das Verkehrszeichen wird mit einer Zusatztafel versehen, das Tempolimit gilt nur tagsüber an Schultagen“, weiß Knor.

ÖVP-Vizebürgermeisterin Helga Maikisch sieht das Problem damit aber noch nicht gelöst: „Ich hoffe nur, dass nicht die Anrainer die ersten sind, die zur Kasse gebeten werden. Meiner Meinung nach sollte die Polizei verstärkt kontrollieren und vor allem auf die Falschparker achten.“

Die BVZ hatte in der Vorwoche berichtet: