Erstellt am 11. Juni 2014, 09:01

Güssing: Die meisten Wochenpendler. Beim zweiten Teil der Bürgerversammlungen wurden neue Erkenntnisse aus den Befragungen präsentiert.

Experten und Politiker. Mithilfe der Ergebnisse aus den Umfragen sollen Erkenntnisse für die neue Gesamtverkehrsstrategie gewonnen werden.  |  NOEN

In der Vorwoche ging die zweite Runde der Bürgerversammlungen zur neuen Gesamtverkehrsstrategie des Landes über die Bühne. Insgesamt nahmen 1.602 Haushalte an der Befragung teil (Rücklauf rund zehn Prozent), das Mobilitätsverhalten von rund 3.643 Personen wurde ausgewertet – laut den Experten ergeben sich daraus Daten mit einer „hohen Aussagekraft“.

Abhängigkeit vom Pkw ist groß

Bei der Präsentation der Ergebnisse kamen einige Unterschiede zwischen den beiden Bezirken Güssing und Jennersdorf hervor. So hat der Bezirk Güssing mit einem Wochenpendleranteil von 26 Prozent burgenlandweit die Nase vorn, Jennersdorf liegt bei nur 15 Prozent Wochenpendler.

Laut der anwesenden Landesrätin Verena Dunst fahren erstmals in der Geschichte pro Tag mehr als tausend Pendler mit der Südburg Linie G1 nach Wien.

Dennoch oder gerade deshalb ist in beiden Bezirken die Abhängigkeit vom Pkw groß: Sowohl der Weg in die Schulen (37 Prozent) als auch jener zur Arbeit (über 80 Prozent) wird überwiegend mit dem eigenen Pkw zurückgelegt, Fahrgemeinschaften gibt es nur wenige.

S7 und „Öffis“ sollten ausgebaut werden

Öffentliche Verkehrsangebote werden von nicht einmal zehn Prozent der arbeitenden Bevölkerung genutzt – wohl auch mangels Verfügbarkeit. Und auch beim Einkaufen oder bei sogenannten „sonstigen Wegen“ ist das Auto mit 85 Prozent das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel.

Die wichtigsten Forderungen laut den Ergebnissen der Umfrage: Der Ausbau der S7 und der Ausbau des öffentlichen Verkehrsangebots.