Güssing

Erstellt am 14. September 2016, 06:01

von Michael Pekovics

EEE: Neustart nach Koch-Abgang nötig. Nach Abgang von Reinhard Koch braucht es für das Zentrum für Erneuerbare Energie einen Neustart: „Projekte sind da“.

Reinhard Koch. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv

Reinhard Koch hat in den vergangenen 30 Jahren viel geleistet, jetzt ist sein kompletter Rückzug aus Güssing fix. Es wäre aber nicht Reinhard Koch, wenn er nicht auch daraus etwas Positives machen würde: „Mein Sanierungsplan wurde vor dem Landesgericht angenommen, jetzt darf ich weiter arbeiten.“

Nur ab sofort eben in Strem, die Büros werden derzeit umgesiedelt. „Die Projekte, an denen ich beteiligt war, haben rund 1.000 Arbeitsplätze geschaffen, Umsatz von 1 Milliarde Euro in die Region gebracht und Investitionen von 120 Millionen Euro für die regionale Wirtschaft ausgelöst“, verweist Koch auf seine Erfolge vor dem Konkurs.

„Verantwortlichen muss jetzt ein Durchbruch gelingen“

Gleichzeitig warnt die SPÖ in Form von Landesrätin Verena Dunst und Nationalrat Jürgen Schabhüttl vor „der Situation der Modellregion Güssing“: Die Zeit der positiven Schlagzeilen sei vorbei, die zahlreichen Insolvenzen mit Schulden von rund 10 Millionen Euro hätten der Region massiv geschadet. „Da hilft auch der Glanz der letzten 25 Jahre nicht“, ätzen die beiden in Richtung Koch und fordern: „Den Verantwortlichen im EEE muss jetzt ein Durchbruch gelingen.“

Damit gemeint ist Joachim Hacker, nach dem Abgang von Koch derzeit alleiniger Geschäftsführer des Zentrums für Erneuerbare Energie. „Wir müssen jetzt versuchen, das Negative hinter uns zu lassen, um wieder positiv in die Zukunft schauen zu können“, sagt Hacker, der auf die laufenden Projekte verweist: „Jetzt sind wir quasi auf Null und können einen Neustart beginnen. Meine Hoffnung ist, dass alle an einem Strang ziehen und aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.“ Zusatz: „Wenn alle wollen, dann wirds weitergehen. Darauf hoffe ich und alle anderen, die involviert sind.“