Erstellt am 19. Januar 2012, 18:12

Güssing im Schwarzenegger-Fieber: "Steirische Eiche" kommt am Sonntag. Güssing ist im Arnold-Schwarzenegger-Fieber: Am Sonntag beehrt der ehemalige Gouverneur von Kalifornien die südburgenländische Öko-Musterstadt.

Für die Stadtgemeinde bedeutet der Besuch eine organisatorische Herausforderung, bringt gleichzeitig aber eine enorme Werbewirksamkeit: "Arnold Schwarzenegger ist ein Magnet - egal wohin er kommt. Für Güssing ist er der beste Werbeträger, den wir je gehabt haben", so Bürgermeister Peter Vadasz (V) am Donnerstagnachmittag im Gespräch mit der APA.

Bereits vor der Ankunft der "Steirischen Eiche" Sonntagmittag ist das Interesse an Güssing enorm gestiegen. Die Zahl der Zugriffe auf die Homepage der Stadtgemeinde ( http://www.guessing.co.at ) hat sich binnen einer Woche versechsfacht, erklärte Gilbert Lang, Amtsleiter-Stellvertreter. "Durchschnittlich haben wir 80 Zugriffe pro Tag. Am Dienstag, also eine Woche nach Bekanntwerden, dass Arnold Schwarzenegger kommt, waren es 503", sagte Lang.

Bei den Güssingern herrscht laut Bürgermeister "gespannte Erwartung". In puncto Sicherheit habe man bereits sämtliche Vorkehrungen gemeinsam mit der Polizei besprochen. Generell sei "alles auf Schiene", nur die genaue Ankunftszeit sei noch ein "letzter, kleiner Unsicherheitsfaktor".

Laut vorläufigem Plan vom Donnerstag soll Schwarzenegger gegen 12.30 Uhr vor dem Hotel AktivPark von Bürgermeister Vadasz, Umweltminister Niki Berlakovich (V), Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (V) und Umweltlandesrat Andreas Liegenfeld (V) empfangen werden. Die Stadtkapelle begrüßt den Hollywoodstar und Ex-Politiker mit einem Platzkonzert. Danach stehen Gespräche und die Besichtigung von Demonstrationsanlagen, wie etwa dem Biomassekraftwerk, unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf dem Programm. Am Nachmittag soll Schwarzenegger vor die Presse treten und eine Rede halten.

Ob und wer Schwarzenegger nach Güssing begleiten wird, wisse Vadasz nicht. Er freue sich auf Gespräche über das Thema Erneuerbare Energie mit dem ehemaligen kalifornischen Gouverneur. Denn, "er weiß, wovon er spricht und man merkt ihm an, dass er davon überzeugt ist. Er ist authentisch." Bei einem etwa dreißigminütigen Gespräch in Oslo im vergangenen Herbst habe man "sofort die gleiche Wellenlänge" gehabt, erzählte der Stadtchef. "Wir reden in der Hinsicht fast wie Brüder miteinander."