Erstellt am 18. Februar 2015, 09:49

von Michael Pekovics

Insolvenz trotz Geld?. Güssinger „Global Bright Media Werbe GmbH“ musste Insolvenz anmelden. Vier Dienstnehmer und 90 Gläubiger sind davon betroffen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
In der Vorwoche wurde bekannt, dass das 2005 gegründete Unternehmen „Global Bright Media Werbe GmbH“ am Landesgericht Eisenstadt Insolvenz anmelden musste. Aufgrund des Eigenantrags sei das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden, teilte der Österreichische Verband Creditreform (ÖVC) mit.

Umsatzrückgänge als Grund

Die Schulden sollen sich auf rund sieben Millionen Euro belaufen, die Aktiva knapp 900.000 Euro betragen. Diesbezügliche Angaben verschiedener Verbände (Creditreform, Kreditorenverband, Kreditschutzverband) weichen voneinander ab.

Als Grund für die Insolvenz ortet der ÖVC Umsatzrückgänge aufgrund der Wirtschaftskrise und den Rückgang von Großprojekten durch die Krise in der Ukraine. Außerdem gebe es hohe Forderungsausfälle und Mehraufwände, die nicht weiterverrechnet werden konnten.

Eigentümer müssen „wollen“

Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Ob das überhaupt möglich ist, entscheidet sich laut Masseverwalter Klaus Dörnhöfer in dieser Woche: „Wir werden sehen, ob der Betrieb aufrecht zu erhalten ist.“

Denn obwohl als Mehrheitseigentümer der GmbH (45 Prozent „Alu König Stahl“, 15 Prozent „Hyosung“) potente Firmen aufscheinen, heißt das noch nicht, dass das Unternehmen deshalb auch gerettet werden kann. „Wenn die Eigentümer nicht wollen, dann kann man nichts machen.“

Gläubiger können ihre Forderungen noch bis 3. April anmelden. Die Abstimmung über den Sanierungsplan findet am 18. Mai statt.