Güssing

Erstellt am 06. Juli 2016, 02:47

von Carina Ganster

Kellerstöckl vor Umbruch. Mit dem Entwicklungsprogramm „Unteres Pinka- und Stremtal“ werden Kellerstöckl in Zukunft touristisch besser nutzbar gemacht. Acht Gemeinden sind davon betroffen.

Cornelia Frank von der der Stabstelle Raumordnung und Landesrätin Verena Dunst präsentierten die Neuerungen. Foto: Ganster  |  Carina Ganster

Wie die BVZ bereits berichtete, ermöglicht die Landesregierung mit einer Verordnung eine bessere touristische Nutzung der historischen Kellergebäude in acht Gemeinden im Unteren Pinka- und Stremtal, konkret von den Maßnahmen betroffen sind Weinkeller in den Gemeinden Kohfidisch, Hannersdorf, Dt. Schützen-Eisenberg, Bildein, Eberau, Heiligenbrunn, Moschendorf und Strem.

„Die Nutzungsmöglichkeiten der Keller in den Weinbaugebieten werden erweitert und so gleichzeitig Interesse an der Erhaltung der Keller geweckt – das ist ein wichtiger Impuls für die ganze Region“, erklärt Landesrätin Verena Dunst.

Adaptierung oft mit hohen Kosten verbunden

Zukünftig wird eine Änderung an bestehenden Kellern nicht nur zur landwirtschaftlichen Nutzung, sondern auch zur touristischen Verwendung zulässig sein, wenn die touristische Nutzung im Zusammenhang mit einem ortsüblichen landwirtschaftlichen Betrieb steht wie Urlaub am Bauernhof oder Weinverkostungsseminare mit Übernachtungsmöglichkeiten. Die Kellergebäude in den als „Sonderzone“ ausgewiesenen Gebieten zeichnen sich durch besondere historische, künstlerische oder kulturelle Qualität aus. Ein Teil der älteren Kellergebäude steht auch unter Denkmalschutz.

Die Adaptierung oder Sanierung dieser Keller ist daher in vielen Fällen, unabhängig ob Denkmalschutz oder nicht, mit hohen Kosten verbunden. Ausnahme von der neuen Regelung ist die historische Kellergasse in Heiligenbrunn. Die Vorgehensweise war immer mit der jeweiligen Gemeinde abgestimmt, was auch den Grund hat, warum die historische Kellergasse von Heiligenbrunn nicht unter diese Verordnung fällt.

„Einen sanften Tourismus, das ist genau das was die Region, was das ‚Uhudlerland‘ braucht. Es geht darum, Anreize zu schaffen, dass die Gäste auchdie Dörfer besuchen“, ist Dunst überzeugt. „Mit der Reform will man einen Mehrwert für das Südburgenland erreichen“, erklärt Cornelia Frank, von der Stabstelle Raumordnung und Wohnbauförderung.