Erstellt am 08. Juli 2015, 06:36

von Michael Pekovics

Halle: Jetzt klagt Stadt. Gemeinde Güssing verschärft Gangart mit einstimmigem Beschluss und will die Kaufoption gerichtlich durchsetzen. WSF reagiert gelassen.

Das Hotel Aktivpark in Güssing  |  NOEN, Pekovics
In weiser Voraussicht änderten die Verantwortlichen die Reihenfolge der Gemeinderatssitzung der vergangenen Woche – der Punkt „Aktivpark“ wurde vor dem Thema „Einbahnstraße“ behandelt.

Und das war auch gut so, zog doch die ÖVP vor der Abstimmung über die Umwandlung der Hauptstraße in eine Einbahn aus dem Gemeinderat aus, weil die SPÖ dem Gegenantrag (Verlängerung des Provisoriums, neues Konzept für Gegenverkehrslösung) nicht zustimmen wollte.

Damit war die Sitzung beendet und das Thema liegt nunmehr auf Eis (mehr dazu siehe „Warum haben Sie…“ auf Seite 15 der dieswöchigen BVZ-Printausgabe). Details zu ihren Plänen will die ÖVP im Lauf dieser Woche präsentieren.

Beschluss, Kaufvertrag einzuklagen, fiel einstimmig

So sehr die Meinungen beim Thema Einbahn auch auseinandergehen, was die weitere Vorgangsweise punkto Sporthalle betrifft, waren sich SPÖ und ÖVP einig. Der Beschluss, den Kaufvertrag einzuklagen, fiel einstimmig.

Wie berichtet hatte die Gemeinde schon vor einigen Monaten die Kaufoption auf die Halle gezogen. Uneinigkeit herrscht aber über die Summe der noch zu leistenden Zahlungen, weshalb der Eigentümer Herbert Haselbacher, Chef der Wiener WSF-Gruppe, den Vertrag noch nicht unterschrieben hat.


Jetzt soll ein Gericht die Gültigkeit des Kaufvertrags bestätigen, damit die Gemeinde die Halle ins Grundbuch eintragen lassen kann und auch rechtlich Eigentümer ist.

„Wir haben unsererseits alles geliefert und Vorschläge unterbreitet, irgendwann ist Schluss mit lustig“, so ein hörbar verärgerter Bürgermeister Knor. Auch ÖVP-Stadtrat Michael Hoffmann will jetzt mehr Druck machen: „Wir klagen den Kaufvertrag ein, weil anders einfach nichts mehr weitergeht.“

In einem Gespräch mit der BVZ meinte ein Vertreter der WSF-Gruppe, dass „niemand streiten will“ und sich „beide Seiten einigen müssen – irgendwie“.