Erstellt am 10. Juli 2013, 00:00

Hammer-Attacke auf Frau. Schreckliche Tat / Ein Steirer attackierte eine 42-jährige Frau aus Jennersdorf. Der Täter stellte sich nach der Tat selbst der Polizei. Ihm droht eine Anklage wegen Mordversuch.

Von Carina Ganster

JENNERSDORF / Eine besonders grausame Tat ereignete sich am Sonntagnachmittag in Jennersdorf. Eine 42-jährige Jennersdorferin wurde von einem 26-Jährigen mit einem Maurerhammer mehrmals auf den Kopf geschlagen und schwer verletzt. Die Frau setzte sich zur Wehr und begann laut zu schreien, wodurch der Täter in Panik geraten sein dürfte und die Flucht ergriff.

Die Schwerverletzte verständigte ihre Tochter, die Notarzt und Polizei alarmierte. Die Frau schwebt nach Angaben der Polizei nicht in Lebensgefahr – der Schock sitzt jedoch tief. Auch die Bevölkerung ist nach der wahnsinnigen Tat verunsichert. Die Ermittlungen ergaben, dass sich der 26-Jährige nach der Attacke einem zweiten Haus genähert hatte. Weil er dort jedoch niemanden antraf, zog er weiter.

Täter verständigte per Telefon die Polizei 

Bei der sofort ausgelösten Alarmfahndung trafen Polizisten nach etwa 20 Minuten in der Nähe des Tatorts auf den Verdächtigen. Er selbst hatte die Polizei alarmiert. „Er hat sich telefonisch gemeldet und gesagt, ,ich habe etwas Schreckliches getan‘“, erzählt die Ermittlungsbeamtin Karin Hirczy-Hirtenfelder. Der Mann ließ sich widerstandslos festnehmen. Beamte fanden auch den Maurerhammer, den der 26-Jährige nach dem Angriff auf die 42-jährige Frau weggeworfen hatte. Über das Motiv des Täters herrscht weiterhin Rätselraten. Möglicherweise hatte der Mann finanzielle Probleme.

Der Steirer dürfte laut Polizei schon mit der Absicht, eine Straftat verüben zu wollen, von zu Hause weggefahren sein. Den Maurerhammer hatte der Mann in seinem Auto. Erste Erhebungen der Polizei ergaben, dass der 26-Jährige vor der Tat mit seinem Pkw – offenbar auf der Suche nach einem geeigneten Opfer – etwa zwei Stunden durch die Gegend gefahren war. „Es hätte also jeden treffen können. Der Beschuldigte dürfte im Laufe der Woche den Entschluss gefasst haben, auf irgendeine Art und Weise zu Geld zu kommen“, ist sich Hirczy-Hirtenfelder sicher. Sie hat den Täter gemeinsam mit weiteren Beamten noch am Sonntagabend und Montag vernommen. Der Mann zeigte sich bei der Einvernahme kaltherzig.

„Womöglich hätte er die Frau auch umgebracht, hätte sie sich nicht so heftig gewehrt“, beschreibt die Beamtin den Täter, der bisher ein unauffälliges Strafregister vorweist. Der Beschuldigte wurde noch am Montagabend von Jennersdorf in die Justizvollzugsanstalt Eisenstadt überstellt. Über ihn wurde Untersuchungshaft verhängt.