Erstellt am 03. April 2013, 00:00

Heer: Lkw vor Start. Kasernenstraße / Ludwigshofer richten Appell an Landesvize Steindl und hoffen auf „Zusammenarbeit der Gemeinden Güssing und Tobaj“.

Von Michael Pekovics

GÜSSING / Die Bauarbeiten an der Musterkaserne Güssing schreiten voran, nur die Frage der Zufahrt von der Kaserne zum Übungsgelände ist noch nicht geklärt.

In der Vorwoche trafen sich die Bürgermeister der Gemeinden Tobaj (Manfred Kertelics, ÖVP) und Güssing (Vinzenz Knor, SPÖ) gemeinsam mit Franz Fabian, einem Vertreter der Anrainer des Ortsteils Ludwigshof. Die dort wohnenden Bürger fürchten nämlich um ihre Lebensqualität aufgrund der zu erwartenden massiven Truppenbewegungen. Zur Auswahl stehen mehrere Varianten, die „beste“ für die Ludwigshofer wäre jene, die zum Teil über Tobajer Hotter führt. Diese Möglichkeit hat Ortschef Kertelics aber ausgeschlossen: „Das wäre für uns eine finanzielle Mehrbelastung. Die Güssinger Bürger sollen schon auch etwas dazu beitragen, dass der Kasernenstandort erhalten bleibt.“

Für Knor bleibt damit die zuletzt von ihm präsentierte Route als wahrscheinlichste Variante übrig: „Wir werden noch heuer anfangen, Kostenschätzungen gibt es noch nicht, die Güterwege müssen erst vermessen werden.“ Insgesamt muss Güssing 800 Meter Güterwege befestigen, auf Tobajer Hotter würde es sich nur um 300 Meter handeln. Und in diesen Punkt setzen die Ludwigshofer ihre „letzte Hoffnung“, wie Franz Fabian sagt: „Wir haben uns an Franz Steindl gewandt. Schließlich werden Güterwege ja gefördert. Und in Summe würden bei einer gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit weniger Kosten anfallen.“ Die aktuell angedachte Variante wird gerade einmal 60 Meter an einem Haus vorbeiführen, zu Fabians Frühstückspension wären es rund 200 Meter.