Erstellt am 16. Juli 2014, 07:01

von Carina Ganster

Heiligenkreuz: Aufregung um Asylpläne. Wiener Immobilienfirma hat sich für die Errichtung einer Asylunterkunft in einem ehemaligen Hotel ein Vorkaufsrecht bis Ende September gesichert.

Das ehemalige Volkshilfeheim und Hotel am Ortsrand von Heiligenkreuz soll künftig 40 Asylwerber beherbergen. Foto: Ganster  |  NOEN, Ganster
Eine Wiener Immobilienfirma plant, in der Gemeinde ein Quartier für 40 Asylwerber zu installieren. Die Pläne für das Vorhaben wurden in der vergangenen Woche bekannt. Seit dem herrscht in der 1.200-Einwohner-Gemeinde große Aufregung.

„Wurden nur sehr spärlich mit Informationen versorgt“

Eine Volksbefragung soll nun klären, ob das Vorhaben der Immobilien-Firma umgesetzt werden kann. Die Umbaupläne sind fertig, die Betriebsanlagenbewilligung ist bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft, die auch das Genehmigungsverfahren abwickelt, eingereicht. Am 7. August ist die Bauverhandlung.

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„Es hat den Anschein, als wolle jemand auf Kosten anderer relativ leicht zu Geld kommen, beziehungsweise gute Geschäfte machen. Die Gemeinde wurde nur sehr spärlich mit Informationen versorgt“, sagte SPÖ-Vizebürgermeister Georg Pataki.

Bei Genehmigung wird privatrechtlicher Vertrag angeboten

Dass die geplante Asylunterkunft nur im Einvernehmen mit der Gemeinde umgesetzt werden kann, bestätigt Christian Frasz vom Büro des zuständigen Landesrates Peter Rezar: „Wenn dieses Vorhaben der Immobilienfirma umgesetzt wird, dann nur im Einvernehmen mit der Gemeinde, darauf legen wir sehr viel Wert.“

Im Falle einer Genehmigung seitens der Behörde und der Gemeinde wird dem Betreiber ein privatrechtlicher Vertrag zur Unterbringung von Asylwerbern vom Land Burgenland angeboten.

Wann die Volksbefragung stattfinden wird, ist derzeit noch unklar. Auch eine Fragestellung wurde noch nicht ausgearbeitet.