Erstellt am 12. Januar 2011, 00:00

Heißes Naturphänomen. TOURISMUS / Trotz Eiseskälte friert das Wasser einer Quelle nicht zu. Durch eine Sage wurde sie zu einem Wunschbrünnlein.

Wanderer machen gerne am Brünnlein neben dem „Goldenen Schuh“ Rast.ZVG  |  NOEN
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LIMBACH / Wanderer und Spaziergänger können derzeit im Winter in Limbach ein ganz eigenartiges Naturphänomen beobachten. Entlang des Sagenerlebnisweges, beim goldenen Schuh, ist in unmittelbarer Nähe eine Wassergrotte – das Wasser reicht bis zur Erdoberfläche –, die aber trotz Eiseskälte nicht zufriert.

Die Quelle liegt zwischen erloschen Vulkankegeln. Laut einer Sage führte über die Quelle einst eine goldene Brücke, auf der die Feen lustwandelten. Einmal verlor eine Fee ihren goldenen Schuh, dieser bohrte sich mit der Spitze in den Boden. Bald danach sprudelte dort eine Quelle – das soll die Geburtsstunde des Limbachs gewesen sein.

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Mittlerweile werden an der Quelle auch immer wieder Personen beobachtet, die Münzen in das Brünnlein werfen in der Hoffnung, dass sich ihre geheimen Wünsche erfüllen.

Tourismusobmann Klaus Weber dazu: „Wir haben Temperaturmessungen durchgeführt, das Wasser hat eine konstante Temperatur von plus sechs Grad Celsius. Wenn man bedenkt, dass in unserer Region die Lufttemperatur bis zu Minus 15 Grad beträgt, so ist es schon eine ganz besondere Laune der Natur, dass dieses Wasser nicht den Gefrierpunkt erreicht. Alle anderen Wassertümpel und auch fließende Bäche in der Umgebung sind zugefroren. Da unsere Wanderwege auch im Winter gut begehbar sind, können sich Interessierte jederzeit selbst von dieser Besonderheit überzeugen.“