Erstellt am 14. Juni 2011, 19:39

Heißes Öl fing Feuer: Brand in Biostromanlage in Güssing. Ein Brand in der Biostromanlage in Güssing im Südburgenland hat am Dienstag einen Feuerwehreinsatz ausgelöst.

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Um 17.30 Uhr wurde die Stadtfeuerwehr alarmiert. In ersten Meldungen an die Einsatzkräfte war - offenbar wegen starker Rauchentwicklung - zunächst von brennenden Öltanks die Rede. Dieses Szenario bestätigte sich glücklicherweise nicht: Laut Biostrom-Geschäftsführer Reinhard Koch dürfte eine undichte Ölleitung den Brand ausgelöst haben, der rasch unter Kontrolle war. Bei dem Zwischenfall wurde niemand verletzt.

Die Biostromanlage wird mit Sägespänen befeuert. Die Späne werden in einem Kessel verheizt, mittels einer Dampfturbine wird Strom erzeugt, erläuterte Koch im Gespräch mit der APA. Zu dem Brand kam es, als man den Kessel in Betrieb nehmen wollte, der dafür zuerst erhitzt werden muss. Die Erhitzung erfolgt mittels eines Ölbrenners, der sich in etwa zehn Metern Höhe - an der höchsten Stelle des Kessels - in einer Art Pfanne befindet.

"Anscheinend dürfte eine Ölleitung undicht gewesen sein und hat getropft", so Koch. Das Öl habe sich in der Pfanne gesammelt und schließlich, nachdem es sich erhitzt hatte, entzündet - ähnlich einer Pfanne mit Öl, die auf einem Herd vergessen wird.

Die Schadenshöhe stand zunächst nicht fest. "Der Schreck war sehr groß", erzählte Koch und fügte hinzu: "Die Feuerwehr hat super reagiert." Die Wehren von Güssing und Tobaj konnten den Brand rasch unter Kontrolle bringen. Atemschutztrupps kühlten Teile der Anlage. Gegen 20.00 Uhr konnte die Stadtfeuerwehr Güssing wieder einrücken.