Erstellt am 18. Februar 2014, 12:12

von Michael Pekovics

Hotel Lagler ist gerettet. Ein Sanierungskonzept sichert den Fortbestand des traditionellen Kukmirner Familienbetriebs. Auch die Wibag ist mit im Boot.

Handschlagqualität. Verena Dunst und Günter Perner.  |  NOEN, Foto: Pekovics
Von Michael Pekovics und Carina Ganster

Das Positive vorweg: Der Betrieb im Hotel Lagler geht weiter, das steht seit vergangener Woche fest. Als das Hotel und auch die Schnapsbrennerei im Juni des vergangenen Jahres in die Insolvenz geschlittert waren, herrschte nicht nur bei der Familie Lagler, sondern auch in der Bevölkerung große Besorgnis. Gilt doch vor allem der Schnaps der Familie Lagler seit Jahrzehnten als Aushängeschild der südburgenländischen Brennkunst.
x  |  NOEN, Foto: Pekovics

Mitte September kam dann die „erlösende“ Nachricht – das Hotel ist gerettet. Im November dann der Schock, die Auslastung des Hotels war zu gering, um die Auflagen der Sanierung zu erfüllen. Mit 30. Oktober wurde die Schließung des Unternehmens angeordnet, die jedoch nie erfolgte. Zuerst stand eine mögliche Pachtvariante im Raum, die das Hotel retten hätte sollen. Die Verhandlungen haben sich letztlich in die Länge gezogen, das Ergebnis klingt jetzt aber umso vielversprechender. „Es gibt das Sanierungskonzept. Land und Wibag haben dem Unternehmen zugesagt, Haftungen sowohl für die Schnapsbrennerei und auch das Hotel zu übernehmen“, gab Landesrätin Verena Dunst die erlösende Nachricht bekannt.

Investor für Hotel wird weiterhin gesucht

Wie sich die Eigentümerkonstellation ändert, ist derzeit noch nicht fix. „Derzeit verhandeln wir, ob ein neuer strategischer Partner ins Boot geholt wird. Ein Tourismus-Experte der Wibag bietet dem Unternehmen Unterstützung in den wirtschaftlichen Belangen. Auf Dauer kann das aber keine Lösung sein, deshalb streben wir an, einen Investor zu finden, der natürlich auch frisches Geld ins Unternehmen bringt“, erklärt Dunst.
Die Schnapsbrennerei läuft nach Angaben der Masseverwalterin gut, einzig mit der Auslastung des Hotels ist man noch nicht ganz zufrieden. „Die Familie Lagler ist auch sehr bemüht, den Betrieb des Hotels wieder in die richtige Richtung zu lenken, gemeinsam mit der Wibag und dem Land wird das auch gelingen“, ist Dunst überzeugt.