Erstellt am 06. Juni 2012, 09:32

Hugo Grandits in Rente. RUHESTAND / Seit Dezember 2010 ist Amtsleiter Hugo Grandits nicht mehr im Dienst, seit 1. Juni ist er nun offiziell in Pension.

VON SARAH BAUMGARTNER

STINATZ / 18 Monate hat es gedauert, bis die „Causa Hugo Grandits“ beendet wurde. Mit 1. Juni ist der Amtsleiter nach langem Hin und Her im Vorfeld in Pension gegangen. Hugo Grandits ist erleichtert: „Das Gefühl ist fantastisch. Der Druck ist endlich weg. Ich habe mich so hilflos gefühlt, weil ich ja nichts machen konnte. Jetzt bin ich sehr zufrieden.“ Der Gutachter, der Grandits im Jänner untersucht hatte, hat ein älteres Gutachten bestätigt.
Auch die Gemeindeführung ist erleichtert, weil nun der Weg für eine Neubesetzung geebnet ist. „Endlich ist die Sache gelöst, es war ja eine Hinhaltetaktik der Abteilung im Land“, freut sich Bürgermeister Andreas Grandits.
Nun erfolgt die Ausschreibung für den Posten des Amtsleiters in Stinatz. Im kommenden Landesamtsblatt soll die Stelle, wenn es nach Bürgermeister Andreas Grandits geht, bereits ausgeschrieben sein. Dann haben Bewerber sechs Wochen lang Zeit sich zu bewerben. Innerhalb von drei Monaten hat der Gemeinderat von Stinatz dann die Aufgabe, einen neuen Amtmann zu bestimmen.

Was er in Zukunft machen wird, weiß Hugo Grandits noch nicht, nur eines will er: „Wieder ganz gesund werden. Der Abschluss war wichtig für meine Genesung. Ein ‚Burn out‘ bedarf einer jahrelangen, therapeutischen Behandlung.“ Laut Pensionsbescheid ist der Gemeindeoberamtsrat „nicht erwerbsfähig, aber auch nicht berufsunfähig. Es handelt sich um eine Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand“.
Während der Zeit, in der Hugo Grandits im Krankenstand war, wurden als provisorischer Amtsleiter Manfred Zsifkovits sowie drei Halbzeit-Mitarbeiter mit befristeten Dienstverträgen eingesetzt. Die drei Mitarbeiter werden laut Grandits auf alle Fälle bis zur Neubesetzung bleiben und, wenn es nach ihm geht, auch danach ihren Dienst in der Gemeinde versehen. „Es hängt aber vieles davon ab, wer nun Amtsleiter wird“, so Andreas Grandits.