Erstellt am 28. März 2012, 00:00

Illegale Schuttdeponie entdeckt. ANZEIGE / Ein Spaziergänger fand eine Menge Bauschutt im Wald, der von den Arbeiten der Punitzer Schule stammt. Nun will die Gemeinde den Schutt wieder einsammeln.

Der Bauschutt stammt von den Arbeiten der Punitzer Schule.  |  NOEN
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PUNITZ / Ein Anrainer entdeckte am Wochenende bei einem Spaziergang im Wald nur wenige Kilometer außerhalb von Güssing – auf Tobajer Gebiet – eine rund 200 Meter lange und „offensichtlich illegale Bauschutt-Deponie“: „Neben Dämmwolle, Glas, Plastik, Elektromaterial, Wasserrohren, Fliesen, Klebstoff und möglicherweise auch krebserregenden Asbest-Platten ragen spitze, scharfe Metallteile aus den Abbruchplatten heraus. Dieser Weg ist weder gesperrt noch abgesichert und stellt somit nicht nur eine nachhaltige Umweltverschmutzung, sondern auch eine akute Verletzungsgefahr für Menschen und Wildtiere dar“, ärgert sich der Spaziergänger. Nachdem der Entdecker seinen Unmut öffentlich machte, meldete sich die Gemeinde Tobaj. Schließlich kommt der Baumüll von den Bauarbeiten an der ehemaligen Punitzer Volksschule.

Manfred Kertelics, Bürgermeister von Tobaj und pikanterweise auch Forstwart beim burgenländischen Waldverband: „Ich bin dabei, mit den zuständigen Personen zu reden, es wird bereits etwas getan.“ Mehr wollte er zum Thema aber nicht sagen.

Der Spaziergänger brachte eine Strafanzeige bei der Bezirkshauptmannschaft Güssing ein. Nach einem Gespräch zwischen Bezirkshauptmann Johann Grandits, Bürgermeister Kertelics und dem Spaziergänger, hat man sich geeinigt, dass er von der Anzeige absieht, wenn die Gemeinde den Müll wieder abholt, was laut dem Entdecker Bürgermeister Kertelics auch versprochen haben soll.

Die Gemeinde wollte mit dem Schutt eigentlich einen Hohlweg begradigen. Eine derartige Verwendung wäre jedoch nur dann möglich, wenn der Schutt vorher fachmännisch zerkleinert worden wäre.