Erstellt am 18. Juli 2012, 00:00

Im KUZ fällt der Vorhang. INSOLVENZ / Die Kulturzentren Burgenland werden erst nach Klärung der Eigentümerfrage und Renovierung des KUZ Jennersdorf den Spielbetrieb wieder aufnehmen.

VON CARINA GANSTER

JENNERSDORF / Im Oktober fällt der Vorhang im Kulturzentrum Jennersdorf – zumindest vorübergehend. Das ist nun endgültig, lässt auch Kulturzentrum Burgenland Geschäftsführer Josef Wiedenhofer wissen. Grund dafür ist, dass die Eigentümerfrage – die BVZ berichtete – weiterhin nicht geklärt ist. Wiedenhofer holt aber noch weiter aus und meint: „So lange es keinen neuen Besitzer gibt und die Adaptierungs- und Renovierungsarbeiten nicht abgeschlossen sind, wird es von unserer Seite keine Vorstellungen geben.“

Ebenso wie Wiedenhofer will auch die Stadtgemeinde und Bürgermeister Willi Thomas eine Entscheidung. „Es ist eine Zitterpartie. Die Verhandlungen sind noch immer am Laufen. Wir können derzeit nur abwarten und hoffen, dass sich alle Probleme legen und die Verträge unterzeichnet werden können.“ Die Stadtgemeinde Jennersdorf hat bereits im Budget, das im Dezember des vergangenen Jahres beschlossen wurde, die Summe für die Übernahme und die Sanierungsarbeiten mit eingearbeitet. Zu lange will sich der Stadtchef jedoch auch nicht mehr gedulden. Auf die Frage, wie lange die Gemeinde auf die Entscheidung noch warten würde, meint Thomas: „Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, aber wir wollten eigentlich im Juli die Verträge unterzeichnen, ansonsten läuft uns einfach die Zeit davon.“

Ähnliche Probleme hat auch OSG-Geschäftsführer Alfred Kollar, der den Gastronomiebereich und das Hotelgebäude kaufen möchte. Im oberen Geschoß sollen, wie schon berichtet, Wohnungen nach dem Vorbild „Gesundheitszentrum Jennersdorf“ entstehen. Der Gastronomiebereich soll weiterhin, jedoch in etwas verkleinerter Form, bestehen bleiben. „Wir sind auf einem guten Weg und hoffen, dass wir noch im Sommer eine Einigung mit dem Eigentümer erzielen können“, so Kollar.

Für die Gaststätte gebe es jedenfalls schon einen neuen Pächter. Wer es ist, wollte Koller nicht bekannt geben. „Erst wenn die Verträge unterschrieben sind“, so sein Kommentar.