Erstellt am 27. Juli 2011, 00:00

Insel kopiert das Model Güssing. UMWELTSCHUTZ / Das Land Cook Island im südlichen Pazifik will der erste emissionsfreie Staat der Welt werden und das nach dem Vorbild der Stadt Güssing.

GÜSSING, COOK-INSELN / Bis zum Jahr 2020 will der Inselstaat Cook Island, wenn es nach Minister Ministerpräsident Henry Puna geht, seine Energie ausschließlich aus erneuerbaren Quellen beziehen. Bestärkt sein Ziel eine 100-prozentige Unabhängigkeit von fossilen Treibstoffen zu erreichen, hat den Regierungschef der Besuch in der Stadt Güssing. Güssing ist eine kleine Stadt, und wir sind ein kleines Land, unterstrich Puna die Gemeinsamkeiten. Güssing hat uns gelehrt, dass überall dort, wo der politische Wille und die Rückendeckung durch die Bevölkerung gegeben sind, alles geschehen kann. Nach Aussage von Premierminister Puna hat Peter Vadasz, Bürgermeister von Güssing, seinem Land Unterstützung bei der Umstellung auf erneuerbare Energien zugesagt. Hilfe komme zudem von Japan, Neuseeland und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Wir haben in einem Gespräch festgestellt, dass das Güssinger Model gut auf die Insel mit rund 14.000 Einwohnern umlegbar ist. Wir sind in Verbindung und kooperieren. Wir stehen ihnen selbstverständlich beratend zur Seite, betont Vadasz.

Rund 14.000 Menschen bewohnen das unter Selbstverwaltung stehende neuseeländische Außenterritorium. Es besteht aus 15 kleinen Inseln, die sich über eine Fläche in der Größe Indiens erstrecken. Bestärkt durch den Klimawandel haben Wirbelstürme auf den Inseln bereits beträchtliche Schäden angerichtet. Die Bewohner sehen sich durch den Klimawandel in ihrer Existenz bedroht.

 Wie Puna erklärte, sind die Cook-Inseln trotz ihres minimalen CO2-Fußabdrucks fest entschlossen, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. Wir gewinnen fast die Hälfte unserer Energie aus Öl, für das wir die Hälfte unseres Etats ausgeben. Das sind zehn Millionen US-Dollar. Die wollen wir einsparen, betonte der Puna.