Erstellt am 26. August 2013, 20:14

Investor will Weiterbetrieb. Für den Weiterbetrieb des insolventen Biomasse-Kraftwerks Güssing scheinen laut Stadtgemeinde die finanziellen Grundlagen gegeben.

Das Biomassekraftwerk wird schon bald wieder seinen Betrieb aufnehmen.LEXI  |  NOEN
In einem Gespräch mit Bürgermeister Vinzenz Knor (SPÖ), das bereits vergangene Woche stattfand, habe Michael Dichand, der mit der Care Beteiligungsverwaltung GmbH als Investor fungiert, klargestellt, dass Güssing auch in Zukunft Standort des Forschungszentrums bleibe, hieß es am Montag in einer Aussendung. Die Biomassekraftwerk Güssing Gmbh habe zugesichert, im Rahmen der bisherigen Vereinbarungen weiter die Versorgung mit Fernwärme sicherzustellen.

"Die Finanzierung dürfte soweit stehen, dass das in den kommenden beiden Tagsatzungen (Berichtstagsatzung am 9. September und Sanierungsplantagsatzung am 21. Oktober, Anm.) über die Bühne gehen wird", so Stadtrat Alfred Brenner (SPÖ), der an dem Gespräch teilnahm. Voraussetzung dafür sei die Zustimmung der Gläubiger. Für die Fortführung des Betriebes dürften laut Masseverwalter rund 2,5 Mio. Euro notwendig sein, bestätigte Brenner einen Bericht des "WirtschaftsBlatt".

Ein Thema bei dem Gespräch sei auch die weitere Versorgung mit Fernwärme durch das Biomasse-Kraftwerk gewesen: "Grundsätzlich gibt es die Zusage, dass wir beliefert werden", berichtete Brenner: "Der Plan ist von der Gesellschaft her, dass mit 1. Oktober wieder Wärme geliefert wird." Es gebe aber auch einen "Plan B": "Es wurde Vorsorge getroffen, dass wir auch ohne die Wärme des Biomasse-Kraftwerks auskommen."

Hauptkunden für die Fernwärme seien Großabnehmer wie beispielsweise zwei Parkettwerke, die in Bau befindliche Kaserne sowie Schulen und das Krankenhaus. Maximal 15 bis 20 Prozent der Versorgung würden auf Privathaushalte entfallen.

Künftig solle außerdem die Forschung vom kommerziellen Betrieb des Kraftwerks getrennt werden, so Brenner. Dazu gebe es konkrete Ideen, auch das Land solle dabei eingebunden werden. In den kommenden Wochen sollen nun Gespräche an Ort und Stelle mit der Beteiligungsgesellschaft geführt werden. Dichand habe in dem Gespräch außerdem bestätigt, dass Geschäftsführer Reinhard Koch in der neuen Gesellschaft keine Rolle mehr spielen werde außer in einer beratenden Tätigkeit.