Güssing , Luising

Erstellt am 05. Oktober 2016, 08:21

von BVZ Redaktion

Mensdorff im Visier: Wieder Anzeige!. Neuerliche Anzeige gegen Alfons Mensdorff-Pouilly: Tierschützer wollen ihn erneut bei „nicht weidgerechter“ Jagd erwischt haben.

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Das Duell Tierschützer gegen Alfons Mensdorff-Pouilly geht in die nächste Runde: Kaum eine Woche vergeht, ohne dass der Verein „Verein gegen Tierfabriken“ (VGT) eine neuerliche Anzeige gegen den Veranstalter von Jagden einbringt – dieses Mal soll es um eine „nicht weidgerecht“ durchgeführte Jagd mit internationaler Beteiligung gehen.

„Am Jagdtag waren die vor einer Woche noch in Volieren untergebrachten Rebhühner ausgesetzt, das ist nach dem burgenländischen Jagdgesetz nicht erlaubt“, sagt VGT-Obmann Martin Balluch. „Außerdem wurden Enten ausgesetzt, die man mit extra mit Futter aus dem künstlichen Teich angelockt hat, um sie abschießen zu können. Das ist eine Jagdform, die nicht weidgerecht ist.“

Laut Balluch musste die Jagdgesellschaft von Mensdorff-Pouilly zwei Anläufe nehmen, die erste Jagd am Vormittag sei durch angebrachte Tierschutz-Kameras gescheitert und hätte abgebrochen werden müssen.

Im Zuge ihrer Beobachtungen stellten die Tierschützer auch fest, dass der „Graf“ mit seinen Jagdgästen auf die ungarische Seite der Pinka gefahren war, obwohl das derzeit gesetzeswidrig ist. „Eine Anfrage im Innenministerium hat ergeben, dass niemand für das Übertreten der grünen Grenze eine Ausnahmegenehmigung hat. Nur Mensdorff-Pouilly glaubt wie immer, über dem Gesetz zu stehen“, sagt Balluch, der die Jagd auf Zuchtvögel „abscheulich“ findet: „Da ist horrende Tierquälerei.“