Erstellt am 29. April 2015, 10:48

von Michael Pekovics

Jandresits zu Mokka-Verkauf: „Nicht fair gelaufen“. Günther Jandresits wollte sein Güssinger Ex-Lokal „Mokka“ nach Pleite ersteigern: „Da hatte jemand was dagegen.“

Geschlossen. Derzeit ist das Café »Mokka« geschlossen. Für Ex-Chef Günther Jandresits wohl für immer.  |  NOEN, Pekovics
Seit 28 Jahren ist Günther Jandresits in der Gastronomie tätig und hat viele Höhen und Tiefen erlebt. Zuletzt mit seinem Café „Mokka“, das er von 2007 bis Ende 2014 gepachtet hatte.

Dann musste er Konkurs anmelden, weil das 2013 übernommene Lokal „Brasserie“ in Oberwart nicht so recht ins Laufen kommen wollte.

Versteigerung: „Bis 105.000 Euro konnte ich mitbieten“

„Das war mein Fehler, alles nur über eine Firma anzumelden“, ist Jandresits selbstkritisch. Was dann allerdings danach passiert sei, ist für ihn „eine Schweinerei und ein abgekartetes Spiel“: Die festgelegte Quote von 30 Prozent – insgesamt wären rund 200.000 Euro zu bezahlen gewesen – konnte Jandresits nicht aufbringen, also wurde alles versteigert: „Bis 105.000 Euro konnte ich mitbieten, dann musste ich aufhören.“

x  |  NOEN, Michael Pekovics/BVZ


Für Jandresits steht fest, dass er das Lokal ohnehin nicht wieder bekommen hätte: „Andere Sanierungen gehen ohne Probleme durch, bei mir wurde alles verzögert. Ich habe so viel für Güssing getan, warum wird jetzt ein Betrieb, der guten Umsatz erwirtschaftet hat, in den Konkurs geschickt? Das ist nicht fair gelaufen.“

Ganz aufgeben will Jandresits aber noch nicht: „Ich bin mit meinem Eis bekannt geworden, vielleicht starte ich noch einmal durch.“ Auf seine Familie kann er sich jedenfalls verlassen: „Da kommt viel Rückhalt.“