Erstellt am 10. Dezember 2014, 12:24

von Carina Ganster

Pfarre nimmt Asylwerber auf. Land willigt in Aufnahme ein. Pfarre sucht jetzt Kontakt- und Mittlerpersonen als Eingliederungshilfe.

 |  NOEN, © Alexandra Gruber
„Sollen wir in der Arche Flüchtlinge aufnehmen?“, unter diesem Motto lud Stadtpfarrer Norbert im Oktober zu einem Infoabend ein, wo er von der schwierigen Situation in einem afrikanischen Flüchtlingslager in Malawi und dem „missio-Projekt“ zur Aufarbeitung der traumatischen Erfahrungen berichtete.

„Unsere Pflicht, Menschen neues Zuhause zu geben“

In der Diskussion mit rund 40 Teilnehmern zeigte sich große Betroffenheit, die schnell in Verantwortungsgefühl umschlug. Der Entschluss, Asylwerber in Jennersdorf aufzunehmen, war schnell gefasst. Jetzt sind auch die Gespräche mit dem Land Burgenland abgeschlossen, der Vertrag zum Unterzeichnen bereit.

„Es ist quasi unsere Pflicht als Pfarre, Menschen, die aufgrund ihres Glaubens ihre Heimat verlassen müssen, ein neues Zuhause zu geben“, sagt Pfarrer Norbert Filipitsch, der Anfang des Jahres vorerst maximal vier Asylwerber in der Arche aufnehmen wird. Derzeit laufen die Vorbereitungen.

Filipitsch: Kontaktpersonen werden derzeit gesucht

Vor allem Kontakt- und Mittlerpersonen, die die Asylwerber in den ersten Wochen als Eingliederungshilfe dienen sollen, werden derzeit gesucht.

„Da sind nicht nur Damen, sondern auch Herren angesprochen, die vor allem für männliche Flüchtlinge wichtige Kontaktpersonen sind. Das Team soll aus rund zwölf Personen bestehen“, erklärt Filipitsch. Interessierte können sich direkt in der Pfarre melden.

Kritik gegen das Vorhaben gab es laut Filipitsch derzeit nicht, im Gegenteil. „Viele erkundigen sich, was die Familien brauchen können und wie man ihnen bei der Integration helfen kann“, meint Filipitsch.