Erstellt am 13. Dezember 2014, 05:58

von Carina Ganster

Raab-Altarm trocknet aus. Groß ist die Angst bei Fischer und Pächtern vor einer totalen Verlandung des Altarms. Fischer sehen Lebensraum von Fischen in der Raab bedroht.

Revierpächter Christian Horvath und Landtagsabgeordneter Mario Trinkl orten massive bauliche Fehler bei der Anbindung des Vossen Altarm an die Raab. Foto: zVg  |  NOEN, zVg
Das einst idyllische Raab-Gewässer, in dem sich zahlreiche Fische tummelten, ist jetzt ein Gerinne, das zu verlanden droht.

Bauliche Mängel vermutet

Revierpächter Christian Horvath und Landtagsabgeordneter Mario Trinkl, der selbst Hobbyfischer ist, orten nun massive bauliche Fehler bei Anbindung des Vossen Altarm an die Raab.

Im Zuge des mit EU-Mitteln geförderten Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekts „Open Wehr“ wurde der Altarm an die Raab angebunden.

„Die Maßnahmen wurden nicht laut gültigem Bescheid durchgeführt und dies wird in den nächsten Wochen und Monaten zu katastrophalen Folgen führen. Der Altarm wird nicht mit der nötigen Wassermenge dotiert, welche notwendig ist, um bettbildend und strukturierend auf die nun neue Fließstrecke einzuwirken“, warnt Trinkl.

„Altarm wird dadurch verlanden“

Zu rasch würde schon bei kleinen Hochwässern der Anteil des Volumenstromes steigen, welcher nicht über den Altarm, sondern über die regulierte Strecke abläuft. „Der Altarm wird dadurch verlanden, was schon teilweise im Gange ist, oder im besten Fall ein kleines monotones Gerinne bleiben“, meint Chistian Horvath.

Sinn der Altarmanbindung sollte aber sein, einen strukturierten und dem ursprünglichen Zustand der Raab entsprechenden Gewässerabschnitt wieder ins Leben zu rufen. Diese Strukturen benötigen die Fische, um ihre verschiedenen Lebensräume zum Leben vorzufinden.

Trinkl will deshalb bei der nächsten Landtagssitzung beim zuständigen VP-Landesrat Andreas Liegenfeld eine rasche Lösung des Problems fordern. Dieser war vorab für eine Stellungnahme gegenüber der BVZ nicht zu erreichen.