Erstellt am 18. Februar 2015, 09:32

von Carina Ganster

Randale bei Umzug. Zahlreiche Sachbeschädigungen trübten den Umzug in Jennersdorf. Konsequenzen gibt es ebensowenig wie Anzeigen.

 |  NOEN, Reba
Beim Faschingsumzug in Jennersdorf am Samstag waren unter den rund 2.000 Besuchern zahlreiche stark alkoholisierte Personen, die für Sachbeschädigungen entlang der Hauptstraße und in privaten Gärten gesorgt haben. Auch einige Verkehrszeichen wurden umgestoßen.

„Zu Amtshandlungen ist es nicht gekommen“

Obwohl der Ärger seitens der direkten Anrainer auch Tage nach dem Faschingsumzug weiterhin andauert, gingen bei der Polizei bislang keine Anzeigen ein.

„Uns ist natürlich aufgefallen, dass heuer mehr ungehaltene Personen als in den vergangenen Jahren unterwegs waren. Zu Amtshandlungen ist es aber nicht gekommen“, erklärt ein Beamter der Polizeiinspektion Jennersdorf.

Der Veranstalter, der UFC Jennersdorf, bedauert das ungestüme Verhalten mancher Teilnehmer. „Wir entschuldigen uns bei den Anrainern für die entstandenen Unannehmlichkeiten“, heißt es seitens des Vereins.

Der Umzug soll auch 2016 stattfinden

Konsequenzen, die nun alle zu tragen haben, gibt es voraussichtlich keine.

„In den letzten Tagen sind viele Leute auf die Gemeinde gekommen, die gefordert haben, den Faschingsumzug im kommenden Jahr nicht mehr zu erlauben. Da stellen wir uns allerdings die Frage, warum sollen wir ihn verbieten? Weil ein paar der 2.000 Besucher sich nicht benehmen können, müssen dann die anderen zivilisierten Besucher darauf verzichten. Eine Lösung ist das auch nicht“, versucht Vizebürgermeister Bernhard Hirczy die Lage zu entschärfen.

Durch den verstärkten Einsatz von Sicherheitskräften und Glasflaschenverbot hat die Stadt ohnehin viele Sicherheitsvorkehrungen getroffen. „Auch wir bedauern die ,unschönen Ereignisse‘ und hoffen darauf, dass im kommenden Jahr weniger passiert“, sagt Hirczy.