Erstellt am 12. August 2015, 10:18

von NÖN Redaktion

Versteckt im Freibad. Jennersdorfs Bademeister Eduard Kröpfl gibt den BVZ-Lesern Einblick in die Technik eines Freibades.

Bademeister Eduard Kröpfl zeigte bei der Führung durch die Technikräume des Freibades Jennersdorf unter anderem die Filteranlage, die sich unter der Rutsche befindet. Foto: zVg/jdf-events.at  |  NOEN, zVg/jdf-events.at

Großer Besucherandrang herrscht in den Freibädern an diesen Tagen mit tropischen Temperaturen jenseits der 35-Grad-Marke.

Die Besucher bekommen abseits des Schwimmbeckens wenig bis gar nichts von der aufwendigen Technik und Arbeit außerhalb der Öffnungszeiten zu sehen. Jennersdorfs Bademeister Eduard Kröpfl gab einen Einblick in die Technik, die hinter dem Sprung ins kühle Nass steht und öffnete die Pforten zum wertvollen Technikraum.

Täglich 100.000 Liter Frischwasser

„Gleich beim Betreten staunt man ob der Größe und Weitläufigkeit der Technik, die sich unter und zwischen den einzelnen Becken befindet“, sagt Michael Schmidt beim Rundgang im Freibad.

Pro Stunde sind rund 1.000 Kubikmeter Wasser in Bewegung und werden umgewälzt. Täglich werden 100.000 Liter Frischwasser in die Becken des Freibades zugesetzt.

„Filter mit Kohle und Quarzsand ermöglichen die gute Wasserqualität, die drei Mal täglich auf ph- und Chlorwert überprüft werden muss“, erklärt Kröpfl, der auch darauf hinweist, dass es in den Freibädern große Schutzeinrichtungen gibt, Stichwort Chlorgasaustritt.

„In einem Bad kann es vorkommen, dass Chlorgas austritt, meistens wenn ein Ventil defekt ist. Das kann zu schweren Verätzungen und Vergiftungen führen“, weiß Kröpfl. Vorsicht und Genauigkeit ist daher oberstes Gebot des Bademeisters. Immerhin soll der Badetag ja in der Kantine und nicht im Krankenhaus enden.