Erstellt am 09. Januar 2013, 00:00

J:opera fehlen rund 100.000 Euro Budget. Finanzen als Streitpunkt / Gemeinden müssen Haftungen in der Höhe von 40.000 Euro begleichen. 70.000 Euro fehlen im Budget 2013.

Von Carina Ganster

NEUHAUS AM KLAUSENBACH /  Auch im neuen Jahr gehen die Turbulenzen um das Opernfestival J:opera weiter. Unstimmigkeiten zwischen den einzelnen Mitgliedsgemeinden sind entbrannt, da sie die finanziellen Zuschüsse nicht bezahlen wollen. Weil die von den Gemeinden übernommen Haftungen in der Größenordnung von insgesamt 40.000 Euro heuer schlagend werden – dabei handelt es sich um Verbindlichkeiten aus den Vorjahren – wurden die Zuschüsse für das Festival 2013 gekürzt. Insgesamt fehlen für heuer also Finanzmittel in der Größenordnung von rund 70.000 Euro.

Doch die prekäre finanzielle Lage lässt Bürgermeister der Region und Politiker aller Parteien nicht ans Aufgeben denken, auch wenn die Meinungen unter den Ortschefs auseinander gehen. Fest steht, die Festspiele sollen auch nach 2013 gesichert werden. „Gemeinden, Tourismusverband und das Land führen derzeit intensive Verhandlungen“, ein kurzer Kommentar von SP-Landtagsabgeordnetem Ewald Schnecker, der keine näheren Details zur finanziellen Lage bei J:opera bekannt geben möchte.

Nicht so Jennersdorfs Bürgermeister Willi Thomas, der auch seinen Gemeinderat über die angespannte Situation informierte. „Es ist Tatsache, dass der Betrieb nach 2013 derzeit noch nicht gesichert ist. Wir werden aber eine Lösung finden. Es liegt jetzt vor allem an den Gemeinden, die ihre Rückstände begleichen müssen, immerhin haben sie auch eine Haftung übernommen.“ Konkret spricht Thomas von einer Summe von 40.000 Euro, das sind Rückstände der vergangenen Jahre, die im heurigen Jahr schlagend werden. Dafür erntet er Kritik von den Grünen. „Die Existenz des Opernfestivals wird durch eine massive Subventionskürzung
(- 62 Prozent) seitens der Gemeinde Jennersdorf aufs Spiel gesetzt“, sagt Grünen-Stadtrat Robert Necker.

Die Mitgliedsgemeinden, müssen ihren Anteil nach Einwohnerschlüssel bezahlen. Ebenfalls sollen die Gemeinden und der Tourismusverband das Budgetloch (70.000 Euro) stopfen.

Mogersdorf will keine Haftungen übernehmen 

Widerstand kommt aus Mogersdorf. Mogersdorf soll einen Haftungsanteil in der Höhe von 5.000 Euro übernehmen. Zu viel für Bürgermeister Josef Korpitsch. „In Mogersdorf gibt es noch immer keinen gültigen Gemeinderatsbeschluss, dass wir dem Verein J:opera beigetreten sind, trotzdem haben wir in den letzten Jahren freiwillig unseren Beitrag geleistet. Unser Gemeinderat wird wahrscheinlich auch bei der nächsten Sitzung dem Verein nicht beitreten, also werden wir auch keine Haftungen übernehmen.“ Widerstand kommt da von Korpitschs Parteikollegen Willi Thomas. „Auch Mogersdorf wird bezahlen müssen“, ist der Jennersdorfer Ortschef überzeugt.

Eine nächste Sitzung des Vorstandes am 22. Jänner soll Klarheit bringen. Der Spielbetrieb für 2013 ist gesichert.