Erstellt am 25. Juli 2012, 00:00

Kampf auf hohem Niveau. GEMEINDERATSWAHL II / ÖVP Jennersdorf präsentierte Kandidaten. Bequeme Ausgangslage lässt Partei auf Zugewinne hoffen.

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VON MICHAEL PEKOVICS

BEZIRK JENNERSDORF / Die ÖVP hat viel zu verlieren – will aber dennoch gewinnen. Der Startschuss für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am 7. Oktober fiel in der Vorwoche in der Hochzeitsschenke von Matthias Mirth am Hochkogel in Eltendorf. Und obwohl dichte, aber wenigstens schwarze Wolken ein drohendes Unwetter ankündigten, war Landesvize Franz Steindl frohen Mutes, die gesteckten Ziele – acht Bürgermeister halten und Stimmenanteile ausbauen – am 7. Oktober zu erreichen: „Wir sind erstmals in allen Gemeinden des Landes vertreten   – mit ihren starken Teams im Rücken werden die Kandidaten in den Gemeinden ein positives Ergebnis einfahren.“

Davon überzeugt waren auch die knapp hundert anwesenden Adabeis, die gemeinsam mit ihren Kandidaten aus dem ganzen Bezirk angereist waren. Eine der größten Abordnungen kam aus Mogersdorf, wo Bürgermeister Josef Korpitsch 2007 mit nur drei Stimmen ganz knapp den Bürgermeistersessel erringen konnte. „Damals war mein Team hauptverantwortlich für diesen Erfolg“, bedankte sich Korpitsch bei seiner Vorstellung. „Und diesmal bin ich überzeugt, dass wir auch die absolute Mehrheit schaffen können.“

Interessant ist die Ausgangslage in St. Martin an der Raab (11 SPÖ, 10 ÖVP), wo eine Bürgerliste antreten wird (siehe Seite 23). Kandidat Josef Potetz ortet eine „gelebte Diktatur“ in seiner Ortschaft, sieht aber große Chancen auf einen Wahlerfolg: „Ich appelliere schon heute an alle Parteien, gemeinsam für St. Martin an der Raab zu arbeiten.“ Das Miteinander steht auch bei Wechselbaums Ortschef Willibald Herbst ganz oben auf der Prioritätenliste: „Ich bin es zwar gewohnt, eine absolute Mehrheit zu haben, aber nicht, sie bewusst einzusetzen. Schließlich fallen 98 Prozent aller Beschlüsse im Gemeinderat einstimmig –  und das ist auch in der Zukunft mein Ziel.