Erstellt am 10. November 2010, 00:00

Kaserne muss weiter warten. VERSCHIEBUNG / Ein Einspruch des Unternehmens Strabag bei der Vergabe der Baumeisterarbeiten verzögert den Ausbau der Kaserne wieder auf unbestimmte Zeit.

 |  NOEN

VON SARAH WAGNER

GÜSSING / Die Negativserie der Nachrichten über die Kaserne reißt nicht ab. Schon wieder gab es einen Einspruch, diesmal bei den Baumeisterarbeiten.

Ernst Eichinger, Pressesprecher der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), die das Ausschreibungsverfahren leitet, erklärt die Situation: „Da es bei den Baumeisterarbeiten Einspruch gab, verzögert sich das Projekt wieder einmal.“ Wie lange, das steht derzeit in den Sternen. „Das Verfahren obliegt nun dem Bundesvergabeamt. Grundsätzlich hat das Vergabeamt bis zu sechs Monate Zeit, um eine Entscheidung zu fällen“, so Eichinger. Er betont jedoch, dass beim „letzten Mal sehr flott entschieden wurde und die Antwort innerhalb von vier Wochen getroffen wurde.“

Wenn der Einspruch abgewiesen wird, dann ist die ursprüngliche Vergabe rechtskräftig. Falls sich das Bundesvergabeamt dafür entscheidet, den Einspruch, der vom Unternehmen Strabag ausgegangen ist, Recht zu geben, dann „kommt es zu einer Neuprüfung und es muss erneut ausgeschrieben werden“, erklärt Eichinger. Es kommt also zu einer weiteren Ausschreibung.

Der Start im Jahr 2010  scheint unwahrscheinlich

Wie bei jeder Verzögerung hofft man seitens der BIG auf eine baldige Entscheidung „um rasch reagieren zu können. Wenn sich das Amt schnell und gegen den Einspruch entscheidet, dann könnte auch heuer noch begonnen werden“, so Eichinger vorsichtig. Seitens des Unternehmens Strabag erklärt Sprecherin Diana Klein den Grund für den Einspruch: „Wir hatten das günstigste Angebot, sind aber nicht zum Zug gekommen. Nun wird geprüft, ob unser Einspruch genehmigt wird, das kann Tage oder Wochen dauern.“ Der weitere Verlauf liegt nun beim Bundesvergabeamt.