Erstellt am 03. November 2010, 00:00

Kaserne wird zum Politstreit. AUSBAU / Die ÖVP wirft der SPÖ vor, den Spatenstich vor einem Jahr nur inszeniert zu haben. Laut Landesrätin Verena Dunst ist der Ausbau der Kaserne nach wie vor sicher.

 |  NOEN

VON SARAH WAGNER

GÜSSING /  Am 31. Oktober jährte sich der Spatenstich für den Ausbau der Kaserne. Bagger sind bislang jedoch keine aufgefahren. Probleme und Fristen bei den Ausschreibungen verhinderten bislang einen Start. „Selbst am Jahrestag dieses unrühmlichen Jubiläums ist noch immer nicht klar, ob und wann der Ausbau der Kaserne erfolgt“, stellten Nationalratsabgeordneter Franz Glaser, Landtagsabgeordneter Leo Radakovits und Bundesrat Walter Temmel fest. Sie sprechen sogar davon, dass Verteidigungsminister Norbert Darabos und Landeshauptmann Hans Niessl mit dem Spatenstich den Beginn des Kasernenausbaus „nur vorgegaukelt“ haben. „Mit der Unsitte, solche Events nach persönlichen Beliebigkeiten und ohne realen Hintergrund durchzuführen, macht sich die Politik selbst unglaubwürdig. Ein Jahr später weiß noch immer niemand, ob die bisher erfolgten Auftragsvergaben halten und ob es zu einem Ausbau kommen wird“, erhebt Glaser Vorwürfe. Landesrätin Verena Dunst wehrt sich: „Ich möchte mich nicht auf diese parteipolitischen Spielchen einlassen, da diese niemanden weiterhelfen. Fakt ist: Der Ausbau und die Modernisierung der Kaserne Güssing ist von Bundesminister Darabos budgetiert und damit gesichert.“

Weiters heißt es seitens der ÖVP: „Noch im April 2010 musste sich die ÖVP von der SPÖ-Bezirksvorsitzenden Verena Dunst vorwerfen lassen, wegen der ständigen Verzögerungen die Bevölkerung zu verunsichern. Dunst selbst wahrsagte den Baubeginn auf ’Juni oder Juli‘. Im August zitierte sie aus geheimen Ausschreibungsunterlagen, wonach der Name des Bau-Generalunternehmers schon feststehe, aber nicht verraten werden dürfe.“ Dunst kontert: „Ausschreibungsverfahren in diesen finanziellen Dimensionen sind sehr kompliziert und können den Baustart in die Länge ziehen. Das Ziel die Kaserne in Güssing auszubauen, ist jedoch niemals in Frage gestanden.“